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Cuba: Chronik

8000 - 1799

ca. 8000 v. Chr.
Erste Besiedlung Cubas durch Indios des Stammes Guanahatabey. Ihnen folgen die Siboney und schließlich die Taino.
1492
Statue Christoph Kolumbus
Statue Christoph Kolumbus, Baracoa, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
Christoph Kolumbus landet an der Nordküste Cubas in der Bucht von Bariay.
1508
Sebastián de Ocampo entdeckt die Bucht von Havanna.
1511
Baracoa Wappen
Gedenktafel an der Stadteinfahrt von Baracoa, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
Diego Velázquez gründet im Namen der spanischen Krone mit Baracoa die erste Stadt (Villa) in Cuba, sechs weitere folgen.
1512
Der aus Hispaniola (Haiti) geflüchtete Taíno-Kazike Hatuey führt einen Aufstand der Indianer gegen die Spanier an. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen und Hatuey hingerichtet.
1514
An der Karibik-Küste gründet Diego Velázquez de Cuéllar die Siedlung San Cristóbal de la Habana (Havanna), vier Jahre später wird sie an die Atlantik-Küste verlegt.Top
1519
Hernán Cortés (1485-1547),
Museo de América, Madrid
Hernán Cortez erobert von Cuba aus das Gebiet des heutigen Mexiko.
1522
Santiago de Cuba wird nach Baracoa Hauptstadt der spanischen Kolonie.
1539
Der Gouverneur Hernando de Soto bricht zur Eroberung Floridas auf.
1548
Beginn des Zuckerrohranbaus.
1564
Die erste Silberflotte (Flota de Indias) verlässt Havanna.
1607
Havanna löst Santiago de Cuba als Hauptstadt der Insel ab.
1628
Der holländische Pirat Piet Heyn kapert die spanische Silberflotte bei Matanzas.
1728
Gründung der Universität von Havanna
1762
Havanna wird von britischen Truppen eingenommen, aber schon nach elf Monaten im Tausch gegen Florida an Spanien zurückgegeben.
1791
Französische Farmer flüchten vor der Revolution auf Haiti nach Cuba, welches bald darauf größter Zuckerexporteur der Welt wird.
Top

1800-1899

1801
Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt (1769-1859)
Gemälde von Joseph Stieler, 1843
Alexander von Humboldt bereist die Insel und ist entsetzt über die Sklaverei:
„Ich habe gehört, wie man in aller Seelenruhe darüber diskutierte, ob es für den Besitzer vorteilhafter sei, seine Sklaven zu schonen und sie weniger häufig ersetzen zu müssen, oder ob er alles in ein paar Jahren aus ihnen herausholen sollte, um anschließend frisch importierte Afrikaner zu erwerben.”
1814-1815
Gemäß den Pariser Friedensschlüssen nach den Napoleonischen Kriegen bleiben Cuba, Puerto Rico und der Ostteil Hispaniolas im Besitz Spaniens.
1825
Simón Bolívar
Simón Bolívar (1783-1830)
El Libertador
Der Libertator Simón Bolívar erkämpft die Unabhängigkeit Lateinamerikas (Venezuela, Kolumbien, Panamá, Ecuador, Peru und Bolivien) von Spanien, nur Cuba und Puerto Rico verbleiben in spanischem Besitz.
1837
Cuba baut als fünftes Land der Erde und als erstes der spanischsprachigen Welt eine Eisenbahnlinie. Die am 19. November eröffnete 27,5 km lange Strecke führte von Havanna nach Bejucal.
1859
Im Februar wird in Havanna die städtische Straßenbahn (Ferrocarril Urbano de la Habana) in Betrieb genommen. Sie war nach Paris eine der ersten der Welt.
1868-1878
Unter Führung von Carlos Manuel de Céspedes bricht der Erste Unabhängigkeitskrieg aus, der bis 1878 dauert und deshalb auch „Zehnjähriger Krieg” genannt wird. Top
1870
Nach dem Ende der Sklaverei kommen asiatische Kontraktarbeiter ins Land
1879-1880
General
Reiterstandbild General Antonio Maceo (1845-1896),
Santiago de Cuba, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
Rebellen unter Führung der Generäle Calixto Garcia und Antonio Maceo geben den Kampf nicht verloren und ziehen gegen die spanischen Besatzer in den „Kleinen Krieg” („Guerra Chiquita”)
1892
Jose Martí (1853-95) gründet im US-amerikanischen Exil die Partido Revolucionario Cubano (Cubanische Revolutionspartei)
1895
Es kommt zum Zweiten Unabhängigkeitskrieg, zu dessen Beginn Nationalheld José Martí in einem Scharmützel bei Dos Rios in der heutigen Provinz Granma fällt.
1898
Mahnmal zur Erinnerung an den Kampf der US-Truppen gegen die Spanier
Loma de San Juan, Santiago de Cuba, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
Obwohl die cubanische Rebellen-Armee die spanischen Besatzer bereits am Rande einer Niederlage hat, nehmen die USA die Explosion der „USS Maine” im Hafen von Havanna zum Vorwand, sich in den Krieg einzuschalten, und stellen sich auf die Seite der Revolutionäre. Am 3. Juli wird die gesamte spanische Atlantikflotte unter Pascual Cervera von der US-Marine unter William T. Sampson in der Seeschlacht vor Santiago de Cuba vernichtet. Am 2. Juli nimmt die 1. US-Kavallerie unter General William R. Shafter und dem späteren Präsidenten Theodore Roosevelt den strategisch wichtigen Hügel von San Juan ein. Im Vertrag von Paris muss Spanien Puerto Rico, Guam und die Philippinen an die USA abtreten. Kuba wird, wie im sogenannten Teller-Amendment festgelegt, formal unabhängig.
1899
Die USA erhalten formell die Hoheit über die Insel. Die vorausgegangene elf Friedensverhandlungen in Paris fanden ohne cubanische Beteiligung statt.Top

1900-1999

1902
Tomás Estrada Palma
Tomás Estrada Palma (1835-1908)
erster Präsident von Cuba
Die Republik Cuba wird gegründet, ein Zusatz in der Verfassung (Platt-Amendment) räumt den USA unter bestimmten Umständen aber das Recht auf Intervention ein. Erster Präsident wird Tomás Estrada Palma:
„Ich habe niemals gefürchtet zuzugestehen oder laut zu sagen, dass ich die politische Abhängigkeit, die uns die Wohltaten der Freiheit sichert, hundertmal für unser geliebtes Kuba einer souveränen und unabhängigen Republik, die durch verderbliche Taten periodischer Bürgerkriege diskreditiert und elend gemacht wird, vorziehe.”
1903
Die verfassungsgebende Versammlung Cubas verpachtet die Bucht von Guantánamo für 99 Jahre an die USA.
1906, 1913 und 1917
Militärinterventionen der USA.
1914-1918
„Tanz der Millionen”: Günstige Zuckerpreise bescheren Cuba einen Wirtschaftsboom während des Ersten Weltkriegs.
1924-1933
Gerardo Machado kommt an die Macht und errichtet eine Diktatur.
1925
Gründung der ersten Kommunistischen Partei.
1929-1933
Weltwirtschaftskrise, Rückgang der Zuckerproduktion um 50%.
1933
Generalstreik und Sturz des Diktators Machado.
1934
Fulgencio Batista wird Präsident, Aufhebung des Platt-Amendments.

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1935
Einführung des Frauenwahlrechts.
1939
MS St. Louis
Die MS St. Louis im Hafen von Havanna
Quelle: Wikipedia
Die „MS St. Louis” mit mehr als 900 jüdischen Flüchtlingen an Bord wird vor Kuba abge­wiesen und muß nach Europa zurückkehren. Sie war auf Initiative des NS-Regimes im Mai von Hamburg in Richtung Amerika aufgebrochen. So wie Cuba weigern sich auch Kannada und die USA, die Flüchtlinge aufzunehmen. Die Mehrheit von ihnen überlebt den Holocaust nicht.
1940
Verabschiedung einer fortschrittlichen bürgerlichen Verfassung, der Achtstundentag wird Gesetz.
1944
Grau San Martín wird Präsident, Korruption und Misswirtschaft nehmen zu.
1947
Eduardo Chibás gründet die Partei des Cubanischen Volkes - Partido Ortodoxo (Orthodoxe Partei), der auch Fidel Castro während seines Studiums angehört. 1951 begeht Chibás für den Kampf gegen die Korruption während einer Radiosendung öffentlich Selbstmord.
1952
Nachdem er die anstehenden Präsidentschaftswahlen als verloren ansieht, putscht sich Batista erneut an die Macht, die Wahlen werden abgesagt.
1953
Gedenktafel Moncada-Kaserne
Gedenktafel an der Moncada-Kaserne
Santiago de Cuba, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
26. Juli: Fidel Castros erster Versuch, das Batista-Regime zu stürzen. Die Erstürmung der Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba mißlingt jedoch. Die meisten seiner Gefolgs­leute werden getötet oder gefangen­genommen, schwer gefoltert und hingerichtet. Fidel gelingt zunächst die Flucht, später wird er in den Bergen fest­genommen. Nur mit Glück entgeht er der sofortigen Erschießung. Er wird verurteilt, auf der Gefängnisinsel Isla de Pinos (heute Isla de la Juventud) eingesperrt, 1955 jedoch amnestiert und verbannt. Von Mexiko aus arbeitet er weiter am Sturz des Batista-Regimes.
1956
Yacht Granma
Modell der Yacht Granma,
Museo Histórico 26 de Julio,
Santiago de Cuba, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
2. Dezember: Unter Führung von Fidel Castro landet die Yacht „Granma” mit 82 Kämpfern an der cubanischen Ostküste in der heutigen Provinz Granma. Der bewaffnete Kampf gegen das Batista-Regime beginnt.
1958
Im Dezember nimmt Che Guevara Santa Clara ein. Die Rebellen um Fidel Castro, Raúl Castro, Ernesto Che Guevara und Camilo Cienfuegos entscheiden damit die Revolution für sich.Top
1959
Sieg der Revolution
Sieg der Revolution
Museo Histórico 26 de Julio,
Santiago de Cuba, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
1. Januar: Nach Batistas Flucht in die Domini­kanische Republik übernehmen die Revolutionäre die Macht auf Cuba. Zu den ersten Maßnahmen gehören Alphabetisierungs- und Gesundheitskampagnen sowie eine Agrarreform mit zahlreichen Enteignungen.
1960
Nach der Verstaatlichung ausländischer, vor allem amerikanischer Großunternehmen in Cuba verhängen die USA ein Wirtschafts­embargo.
4. März: Durch zwei Explosionen wird das belgische Frachtschiff „La Coubre” im Hafen von Havanna zerstört. Das Schiff hatte für Cuba bestimmte Waffen geladen. Nach der ersten Detonation, als sich bereits Rettungskräfte an Bord aufhielten, kam es etwa 30 Minuten später zu einer zweiten Explosion. Insgesamt starben 101 Menschen, weitere 200 wurden durch Trümmerteile und sonstige Auswirkungen verletzt. Als Urheber wird die CIA verdächtigt, diese hat jedoch jede Mittäterschaft bestritten.
1961
Januar: Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Cuba ab.
April: Die Invasion cubanischer Exilanten mit Unterstützung der CIA in der Schweinebucht wird von der Revolutionsarmee zurückgeschlagen .
1. Mai: Proklamation der sozialistischen Republik durch Castro, Gründung der Einheitspartei.
1962
DER SPIEGEL 44/1962
DER SPIEGEL 44/1962
Einführung der Libreta (Bezugsscheinsystem): jeder Cubaner erhält seitdem (bis heute) pro Monat 2 kg Reis, ½ Liter Speiseöl und 20 Gramm Bohnen, pro Familie außerdem ein Paket Salz, eine Tube Zahnpasta und eine Seife zu einem (gestützten) niedrigen Preis.
Juli: Auf Druck der USA entzieht die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Cuba das Teilnahmerecht.
Oktober: Castro erlaubt der UdSSR aus Sorge vor einem US-amerikanischen Angriff die Stationierung von Atom-Raketen auf Kuba. Der Kalte Krieg droht zum Nuklearkrieg zu eskalieren (Cuba-Krise). Die UdSSR ziehen die Raketen ab, als die USA zusagen, ihre Raketen aus der Türkei abzuziehen und Cuba nicht anzugreifen.
1963
Zweite Agrarreform; Handelsvertrag über Zuckerlieferungen mit der UdSSR; in der Folge weitgehende Abhängigkeit von der sowjetischen Wirtschafts- und Finanzhilfe.Top
1964
Erster Besuch von Fidel Castro in der Sowjetunion.
1965
Neugründung der Kommunistischen Partei Cubas (PCC) sowie Abschluß wichtiger Handelsverträge mit der UdSSR und China.
Che Guevara legt seine Ämter und seine cubanische Staatsbürgerschaft zurück und verläßt Cuba:
„Ich fühle, daß ich einen Teil meiner Pflicht erfüllt habe, der mich an die kubanische Regierung und an ihr Land band. Und so sage ich Dir [Fidel], den Genossen und Freunden, Deinem Volk, das stets auch das meine sein wird, Euch allen Lebewohl.
Ich verzichte hiermit formell auf meine Positionen in der Parteiführung, auf meine Stelle als Minister, auf meinen Rang als Kommandant und meine kubanische Staatsbürgerschaft.”
(Abschiedsbrief an Fidel Castro, Auszug)
1967
Ernesto Che Guevaras Revolution in Bolivien scheitert, er wird festgenommen, am 9. Oktober mit Zustimmung der CIA in La Higuera erschossen und an einem unbekannten Ort verscharrt.
1968
Beginn der „Revolutionären Offensive”: Privater Einzelhandel und Dienstleistungsbetriebe werden geschlossen oder verstaatlicht.
1972
Cuba tritt der Sozialistischen Wirtschaftsgemeinschaft RGW (COMECON) bei.
1975
Cuba und die Bundesrepublik Deutschland nehmen diplomatische Beziehungen auf.
Erster Parteitag der PCC.
Beginn des Einsatzes cubanischer Truppen im angolanischen Bürgerkrieg.
1976
Verabschiedung einer sozialistischen Verfassung und erste Parlamentswahlen.
Bei einem Bombenanschlag gegen das kubanische Ziviflugzeug der Cubana de Aviación am 6. Oktober wurden die 73 Insassen getötet. Die Täter waren zwei in Florida lebende Exil-Kubaner.
1977
Einrichtung von Interessenvertretungen der USA in Havanna und Cubas in Washington.Top
1978 - 1991
Einsatz cubanischer Streitkräfte in Äthiopien.
1979
Sechste Konferenz der blockfreien (nicht paktgebundenen) Staaten in Havanna.
1980
Massenflucht von etwa 135.000 Cubanern in die USA (Mariel-Krise) nach der Besetzung der peruanischen Botschaft in Havanna.
1981
Nach dem Regierungsantritt von Ronald Reagan neue Eiszeit zwischen Cuba und den USA.
1984
Cuba ist der Gastgeber der ersten COMECON-Konferenz (RGW-Ratstagung) außerhalb Europas.
1986
Mutter Teresa besucht Cuba.
1988
Politik der „rectificación” (Fehlerkorrektur) statt der sowjetischen Perestrojka (russ.: anhören; deutsch: Umbau, Umgestaltung, Umstrukturierung) von Michail Gorbatschow.
1989
Der sowjetische Staatschef Gorbatschow besucht Cuba.
Beginn des Abzugs der cubanischen Truppen aus Angola. Hinrichtung des Revolutionshelden und Generals im Angolakrieg, Arnaldo Ochoa.
Cuba wird in den Sicherheitsrat der UNO gewählt.
1991
Teilnahme Fidel Castros am ersten Ibero-Amerikanischen Gipfeltreffen in Guadalajara (Mexiko), Ausrichtung der 11. Panamerikanischen Spiele in Havanna und Abzug der letzten Truppen aus Angola und Äthiopien.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebt Cuba eine massive Wirtschaftskrise, die Período Especial en Tiempos de Paz („Sonderperiode in Friedenszeiten”) wird ausgerufen. Sie sieht einen Fünf-Jahres-Sparplan mit Lebensmittelrationierungen und anderen Härtefallmaßnahmen vor.
1992
Verabschiedung der derzeit geltenden Verfassung, Beschluss des Parteitages, Cuba wirtschaftlich und dem Tourismus zu öffnen, gleichzeitig Verschärfung des US-Embargos.
1993
Erste Direktwahlen zur Nationalversammlung und Legalisierung des US-Dollars.Top
1994
Flüchtlingsabkommen mit den USA und vorübergehende Straffreiheit illegaler Ausreise (Balsero-Krise) nach schweren Unruhen mit Anti-Castro-Demonstrationen, Plünderungen und Straßenschlachten
1995
Der Tourismus wird zur wichtigsten Devisenquelle.
1996
Februar: Cuba schießt zwei US-Zivilflugzeuge der „Brothers to the Rescue” (eine exilkubanische Vereinigung in Miami) über internationalen Gewässern ab.
März: Verschärfung des US-Embargos durch das Helms-Burton-Gesetz.
1997
Memorial del Ernesto Che Guevarra
Memorial del Ernesto Che Guevarra, Santa Clara, 2009
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
Che Guevaras sterbliche Überreste werden in Bolivien entdeckt, nach Cuba überführt und in Santa Clara beigesetzt.
1998
Papst Johannes Paul II. Fidel Castro
Papst Johannes Paul II. und Fidel Castro, Havanna
Papst Johannes Paul II. besucht Cuba und erreicht größere Freiheiten für die 42% Christen unter der Bevölkerung.
1999
Der 9. Ibero-Amerika-Gipfel findet in Havanna statt. Ein cubanisches Gericht verurteilt die USA zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von 181 Milliarden US-Dollar.Top

ab 2000

2000
April: Erster „Südgipfel” (G77 und China) in Havanna.
Juni: Das politische Tauziehen um den Flüchtlingsjungen Elián Gonzalez endet mit der Rückführung des Kindes nach Cuba.
2001
Juni: Nach einem öffentlichen Schwächeanfall bestimmt Fidel Castro seinen Bruder Raúl Castro zum Nachfolger.
2002
US-Präsident Jimmy Carter
US-Präsident Jimmy Carter
Im US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay werden Gefangene des Afghanistan-Krieges und vermeintliche Terroristen interniert.
In Varadero wird der Euro als Zahlungsmittel eingeführt.
Februar: 20 Cubaner besetzen die mexikanische Botschaft.
Mai: Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter besucht Cuba, um von Castro Reformen und von den USA die Aufhebung des Embargos zu fordern.
Juni: Unterschriftensammlung zur unveränderlichen Festschreibung des Sozialismus in der Verfassung.
2003
März: Rund 80 Oppositionelle werden verhaftet.
2004
3 CUC
3-CUC-Banknote, Vorderseite mit dem Denkmal von Che Guevarra in Santa Clara
Januar: Cuba feiert den 45. Jahrestag des Sieges der Revolution.
November: Nach elf Jahren wird der US-Dollar als offizielle Zweitwährung abgeschafft und durch den Peso convertible (CUC) ersetzt.
2005
Juli: Der Hurrikan „Dennis” fordert auf Cuba zehn Menschenleben.
September: Der Hurrikan „Rita” setzt Havanna unter Wasser.
2006
August: Wegen schwerer Krankheit übergibt Fidel Castro alle Amtsgeschäfte an seinen jüngeren Bruder Raúl.
2007
Juni: Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen streicht Cuba von seiner schwarzen Liste.
Juli: Raúl Castro sinniert öffentlich über Wirtschaftsreformen und wird umgehend von Fidel zurechtgewiesen.Top
2008
Raúl Castro
Raúl Castro Ruz (*1931),
Präsident des Staats- und Ministerrates
19. Februar: Fidel Castro gibt seinen Rückzug aus allen Staatsämtern bekannt. Er bleibt jedoch Generalsekretär der Kommunistischen Partei.
24. Februar: Die Nationalversammlung wählt Raúl Castro Ruz zum neuen Präsidenten des Staats- und Ministerrates.
„Solange Fidel Kraft hat, will er der Revolution und den edelsten Ideen und Zielen der Menschheit dienen. Deshalb - und ich bin mir sicher, damit dem Gefühl unseres Volkes zu entsprechen -, bitte ich diese Versammlung als höchstem Machtorgan des Staates, mir zu erlauben, die Entscheidungen mit besonderer Tragweite für die Zukunft der Nation, vor allem die, die Verteidigung, Außenpolitik und soziökonomische Entwicklung des Landes betreffen, weiterhin mit dem Anführer der Revolution, dem Genossen Fidel Castro Ruz, zu beraten.”
Rede von Raúl Castro Ruz zum Abschluß der konstituierenden Sitzung der Nationalversammlung, Auszug.
2009
März: Raúl Castro entlässt mehrere Minister, die Schlüsselpositionen in der Planwirtschaft innehatten und als reformorientiert galten. Ziel sei die Erhöhung der Effizienz des Regierungsapparats.
April: US-Präsident Barack Obama hebt das Verbot von Reisen kubanischstämmiger Amerikaner in ihre Heimat auf und lockert die Vorschriften zur Versendung von Bekleidung, Saatgut und anderen Geschenken nach Kuba. Auch die Beschränkungen privater Geldtransfers auf 1.200 US-$ sind aufgehoben, Direktflüge nach Kuba wieder möglich.
Juni: Die Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) heben in einer per Akklamation angenommenen Resolution den 1962 verhängten Ausschluß Kubas aus der Organisation bedingungslos auf.
Der bolivianische Präsidenten Evo Morales trifft bei seinem zwölfstündigen Kurzbesuch mit Fidel Castro zusammen und dankt Kuba für rund 300.000 kostenlosen Augenbehandlungen.
Die Weltwirtschaftskrise trifft auch die kubanische Wirtschaft. Der Nikelpreis fällt um die Hälfte, die Ölförderung geht um 19% zurück. Folge sind Stromabschaltungen und Produktionsrückgänge.
Russland gewährt Kuba einen Kredit in Höhe von 150 Millionen Dollar, der allerdings an die Abnahme russischer Landwirtschafts- und Baumaschinen gebunden ist.
August: Zum ersten Mal seit 14 Monaten tritt Fidel Castro wieder in der Öffentlichkeit auf. Das staatliche Fernsehen zeigt ihn im Gespräch mit venezolanischen Studenten.
November: In der Himmelhofgasse 40 in Wien-Hietzing, im ehemaligen Botschaftsgebäude, wird das „Kubanische Museum der Schönen Künste” eröffnet. Das neue Haus soll nicht generell öffentlich zugänglich sein, sondern eine Art Kulturzentrum werden. Das Museum zeigt ausgewählte Leihgaben des des Museo Nacional de Bellas Artes (Nationalmuseum der Schönen Künste) in Havanna.Top
2010
Januar: Zur Unterstützung der Erdbebenopfer in Haiti errichtet Kuba zwei Feldhospitäler und enstsendet weitere Ärzte.
Februar: Nach der Entscheidung des rechten Präsidenten Panamas, Ricardo Martinelli, die kubanische Hilfe im Rahmen der „Operation Milagro” (Wunder) einseitig aufzukündigen, zieht Kuba seine Augenärzte ab.
In den Handelsbeziehungen zwischen Kuba und Venezuela ist erstmals die neue Einheitswährung Sucre zum Einsatz gekommen.
März: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der nach oben offenen Richter-Skala verursacht leichte Schäden in Santiago de Cuba.
Juni: Der Botschafter Havannas bei den Vereinten Nationen, Rodolfo Reyes Rodríguez, wird per Akklamation zum Vizepräsidenten des Menschenrechtsrates der UNO gewählt, aufgrund der „außergewöhnlichen Bemühungen Kubas zum Schutz und zur Verteidigung der Menschenrechte der eigenen Bevölkerung und weltweit”.
Juli: Laut NGOs ist die Zahl der Dissidenten in Kubas Gefängnissen seit Jahresbeginn von 201 auf 167 gesunken. Nun will die Regierung, laut Angaben der katholischen Kirche, weitere 52 politische Gefangene freilassen.
September: Die kubanische Regierung plant, im Frühjahr 500.000 Beschäftigte aus Staatsbetrieben und Ministerien entlassen. Der kubanische Staat beschäftigt fast 90% der arbeitsfähigen Bevölkerung. Als Abfederung der Kündigungswelle dürfen die Kubaner in Zukunft in 178 Bereich selbständig tätig sein.
Oktober: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat die USA zum 19. Mal zur Aufhebung der Sanktionen gegen Kuba aufgefordert. 187 Länder stimmten für den Antrag, die USA und Israel stimmten dagegen, drei Länder enthielten sich der Stimme.
November: Am 5. stürzte eine Maschine der AeroCaribbean vom Typ Turboprop ATR-72 auf dem Flug von Santiago de Cuba nach Havanna ab. Das schlechte Wetter, Vereisung und Pilotenfehler waren wahrscheinlich die Ursache. Alle 68 Passagiere kamen dabei ums Leben. Es war dies das schwerste Flugzeugunglück auf Kuba seit 20 Jahren. Unter den Opfern befinden sich zwei Deutsche, neun Argentinier, sieben Mexikaner, drei Niederländer, zwei Österreicher und je ein Bürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Venezuela und Japan.
Dezember: Nach der Streichung von Salz, Kartoffeln und Zigaretten von den staatlichen Bezugsscheinen („Libreta”, 1962 eingeführt) wurden Seife, Zahnpasta und andere Hygieneartikel gestrichen und damit deutlich verteuert. Top
2011
März: US-Präsident Barack Obama ist mit seinem Vorhaben gescheitert, das Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu schließen. Er erlaubte nun die Wiederaufnahme von Militärprozessen gegen terrorismusverdächtige Häftlinge.
April: Am VI. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) stimmten die rund 1000 Delegierten den historischen Wirtschaftsreformen zu. Rund 300 Maßnahmen zur Öffnung der Wirtschaft für private Initiativen wurden beschlossen. Außerdem übergab Fidel Castro den Posten des Ersten Sekretärs und damit den Parteivorsitz, seine letzte politische Funktion, an seinen Bruder Raúl. Fidel hatte diese Position seit 1965 inne. Raúl Castro kündigt die Entlassung von einer halben Million Staatsbediensteter an, um den Beamtenapparat zu verschlanken. Etwa 250.000 von ihnen gehen und werden Privatunternehmer.
Mai: Norwegen will Cuba zukünftig bei der Suche nach Ölvorkommen auf Hoher See unterstützen. Dazu unterzeichnete die stellvertretende norwegische Regierungschefin Ingrid Fiskaa in Havanna ein entsprechendes Abkommen.
Oktober: Kubaner dürfen legal mit Autos handeln sowie Häuser kaufen und verkaufen.
2012
Jungfrau von Cobre
Basilica del Cobre, März 2009
Virgen de la Caridad del Cobre
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
März: 14 Jahre nach Papst Johannes Paul II. besuchte Benedikt XVI. für drei Tage Cuba. Von Staatschef Raúl Castro empfangen, feierte er mit rund 200.000 Gläubigen eine Messe in Santiago de Cuba. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die 400-Jahr-Feier der Auffindung des Gnadenbildes der als Patronin des Landes hochverehrten Jungfrau von El Cobre. In Havanna feierte er eine Messe auf der Plaza de la Revolución und traf mit Fidel Castro zusammen.
2013
Januar: Die Reisefreiheit für alle Kubaner tritt in Kraft, sie können einen Pass beantragen und ohne Sondergenehmigung ausreisen. Die Aufenthaltsdauer im Ausland wird von elf auf 24 Monate verlängert.
Februar: An den Wahlen zur Nationalversammlung und den Provinzparlamenten in Kuba haben nach Angaben der Nationalen Wahlkommission (CNE) rund 90% der Wahlberechtigten teilgenommen. Das ist für kubanische Verhältnisse eine relativ geringe Wahlbeteiligung.
Raúl Castro und Miguel Díaz-Canel Bermúdez
Raúl Castro, rechts neben ihm Miguel Díaz-Canel Bermúdez
Quelle: www.juventudrebelde.cu
In der Sitzung der National­versammlung vom 24. Februar kündigte Staats­präsident Raúl Castro an, daß die Amts­periode 2013-2018 seine letzte sein wird. Beste Chancen auf seine Nachfolge werden dem 52-jährigen Miguel Díaz-Canel Bermúdez einge­räumt. Er wurde in geheimer Abstimmung zum Ersten Vize­präsidenten des Staats- und Ministerrates gewählt.
2014
Januar: Die Regierung erlaubt ab sofort die Einfuhr und den Kleinhandel mit Neu- und Gebrauchtwagen. Importierte Fahrzeuge können nun zu Marktpreisen und ohne Sondergenehmigung gehandelt werden. Die Liberalisierung des Neuwagenmarktes ist eine von 300 Reformvorhaben von Staatschef Raul Castro.
Februar: Im Rahmen des Programms Mais Médicos arbeiten etwa 6500 ausländische Ärzte in Brasilien, 5400 davon aus Cuba. Brasiliens Regierung will damit den akuten Mangel an medizinischem Personal in abgelegenen Regionen und in den Peripherien der Grossstädte beheben. Die cubanische Ärztin Ramona Rodríguez ist nicht mit den Modalitäten der Entlohnung einverstanden: von den rund 4000 Dollar, die Brasilien bezahlt, erhält sie 1000 Dollar - ein für cubanische Verhältnisse außerordentlich hohes Gehalt. Den Rest kassiert der devisenknappe cubanische Staat. Mit ihrer kapitalistischen Gier gefährdet Rodríguez nun das gesamte Programm, das der bürgerlichen Opposition Brasiliens ein Dorn im Auge ist.
Dezember: US-Präsident Barack Obama und Cubas Staatschef Raúl Castro vereinbarten nach einer 50jährigen Eiszeit die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen. Geplant sind auch Schritte zur Lockerung des seit fünf Jahrzehnten bestehenden US-Handelsembargos und der Kuba-Reisebeschränkungen für US-Bürger. Obama erklärte, die starre, auf eine Isolierung Kubas ausgerichtete US-Politik habe ihre Wirkung verfehlt: „Todos somos americanos (Wir alle sind Amerikaner)”. Die Republikaner und Exil-Kubaner in Florida schäumen vor Wut, eine Aufhebung des Handelsembargos wird daher schwierig. Doch die Mehrheit der US-Bürger ist für die Aufhebung.
Obama telefoniert mit Raul Castro
President Barack Obama talks to Raùl Castro on the phone at the Resolute Desk in the Oval Office, Dec. 18, 2014.
(Official White House Photo by Pete Souza)
2015
Januar: US-Präsident Barack Obama hat das seit 1966 geltende Wirtschaftsembargo gegen Kuba gelockert. Die Reisen von US-Bürgern nach Cuba werden erleichtert, amerikanische Reisebüros und Fluglinien brauchen keine gesonderte Erlaubnis mehr. Der Export von Kommunikationstechnologie nach Cuba wird ebenfalls erlaubt. Eine gänzliche Aufhebung des Embargos kann allerdings nur der Kongress beschließen. Im Gegenzug hat Cuba 53 politische Häftlinge freigelassen.
März: Ab Mitte des Monats gibt es jeden Dienstag einen Charterflug von New York (John F. Kennedy International Airport/JFK) nach Havanna (José Martí International Airport/HAV). Amerikanische Staatsbürger müssen allerdings noch immer einen Grund für die Kuba-Reise angeben, reiner Tourismus ist (noch) nicht möglich.
Juli: US-Präsident Barack Obama verkündet im Rosengarten des Weißen Hauses die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Cuba. Seit 50 Jahren gibt es nur eine Interessenvertretung in der jeweiligen Hauptstadt. Die diplomatischen Interessen der USA in Cuba wurden von der Schweiz wahrgenommen.
Havanna, US-Interessenvertretung/Botschaft
Cuba, Havanna, März 2009
US-Interessenvertretung und zukünftige Botschaft am Malecon
Foto © www.bilderreisen.at/Walter Reinthaler (cc)
Außerdem forderte der Präsident den Kongress auf, das Wirtschaftsembargo aufzuheben.
August: Im Beisein von Außenminister John Kerry ist an der US-Botschaft in Havanna am 14.8. das Sternenbanner wieder aufgezogen worden. Treffen mit Staatspräsident Raúl Castro oder seinem Bruder Fidel waren nicht vorgesehen.
U.S. Secretary of State John Kerry and Chargé d'Affaires Jeffrey DeLaurentis in Havana
U.S. Secretary of State John Kerry and Chargé d'Affaires Jeffrey DeLaurentis watch as Marines raise the American flag at the Ambassador's residence in Havana, Cuba, on August 14, 2015
[State Department photo/ Public Domain]

Cubas ehemaliger Staatschef Fidel Castro lehnt die friedliche Lösung des Konflikts und die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen nicht ab, mißtraut der Politik der USA aber grundsätzlich.
September: Bei seinem Cuba-Besuch forderte Pabst Franziskus mehr Religionsfreiheit in dem kommunistischen Karibikstaat. Nach der großen Messe auf dem Platz der Revolution in Havanna wird der Papst nach Holguín und Santiago de Cuba weiterreisen. Ein Treffen mit Oppositionellen fand nicht statt.
Oktober: Die cubanische Regierung hat 35 öffentliche WLAN-Hotspots im ganzen Land eingerichtet. Während private Internetanschlüsse immer noch tabu sind, haben die Cubaner nun vermehrt die Möglichkeit, im Internet zu surfen. Eine Stunde kostet ca. € 1,70.
In den ersten neuen Monaten sind 2,6 Millionen Touristen nach Cuba gereist, das sind um 18% mehr als im Vorjahr. 2014 hat der Tourismus Einnahmen von 2,3 Milliarden Euro gebracht.
Die UN-Vollversammlung in New York hat, wie schon in den 25 Jahren davor, mit überwältigender Mehrheit die Abschaffung des US-Handelsembargos gegen Kuba gefordert. 191 Länder stimmten dafür, nur die USA und Israel waren erneut dagegen.
November: Tausende Kubaner sitzen an der Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua fest - sie sind auf der Flucht in die USA. Während Costa Rica ihnen die Weiterreise erlaubt, lässt Nicaragua die Menschen nicht einreisen.
Dezember: Nach 50 Jahren nehmen Cuba und die USA den Postverkehr zwischen beiden Staaten wieder auf. In der Zwischenzeit musste er über Drittstaaten abgewickelt werden. Eine Einigung über Direktflüge steht bevor.

Top

2016
Februar: Zum ersten Mal seit der Kirchenspaltung im Jahr 1054 trafen ein Papst (Franziskus) und ein russisch-orthodoxer Patriarch (Kyrill I.) zusammen. In einer gemeinsamen Erklärung betonen sie, daß die Christenheit in Zeiten von Krieg und Terror zusammenrücken sollte.
März: Vom 1.-3. März besuchte der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer die Republik Cuba und traf mit dem Präsidenten des Staats- und Ministerrates der Republik Cuba, Raúl Castro Ruz, zusammen. Obwohl zwischen Österreich und Cuba seit 70 Jahren diplomatische Beziehungen bestehen, war dies der erste Besuch eines österreichischen Bundespräsidenten.
Heinz Fischer und Raúl Castro Ruz
Heinz Fischer (links) und Raúl Castro Ruz im Gespräch in Havanna
Foto © Peter Lechner/HBF
Vom 20.-23. März besucht US-Präsident Barack Obama Cuba. Es ist dies der erste Besuch eines amtierenden Präsidenten seit dem Besuch von Calvin Coolidge auf der Insel vor 88 Jahren. Coolidge kam 1928 an Bord eines Kriegsschiffes auf die Karibikinsel. Mit Staatschef Raúl Castro sprach Obama auch über Demokratie und Menschenrechte. Er traf auch mit Dissidenten zusammen, während ein Besuch bei Fidel Castro nicht vorgesehen war.
President Barack Obama and President Raul Castro
President Barack Obama and President Raul Castro listen to the National Anthem during an official welcoming ceremony at the Palace of the Revolution in Havana, Cuba, March 21, 2016.
(Official White House Photo by Pete Souza)
Nach dem Sieg der Revolution wurden Elvis, die Beatles und die Rolling Stones praktisch verboten. Über 50 Jahre später treten nun die Rolling Stones - inzwischen ältere Herren in ihren 70ern - erstmals am 26. März live in Cuba auf und geben ein Gratiskonzert im Rahmen ihrer Südamerika-Tournee.
Fidel Castro
Fidel Castro 2009 in Havanna (Ausschnitt)
Quelle: Wikipedia
Dezember: Fidel Castro ist tot. Der „Máximo Líder” verstarb am 25. in seinem 90. Lebensjahr in Havanna. 50 Jahre lang war er die Verkörperung der kubanischen Revolution und bestimmte als „Comandante en Jefe” das Schicksal des Landes. 2008 musste er krankheitsbedingt alle Ämter an seinen Bruder Raúl Castro übergeben. Nach einer neuntägigen Staatstrauer soll er auf eigenen Wunsch eingeäschert werden. Die Urne soll in einem viertägigen Trauerzug in das 900 Kilometer entfernte Santiago de Cuba gebracht und dort beigesetzt werden.
Das Parlament hat das Benennen von Orten nach dem Verstorbenen sowie das Errichten von Statuen mit seinem Abbild verboten. Damit folgt es Fidels Wünschen. Allerdings kann Fidel Castro in künstlerischen Werken weiterhin geehrt werden.
2017
April: Cubas staatliches Ölunternehmen Cupet gab im Rahmen des VI. Öl- und Gas-Kongresses (Petrogas 2017) bekannt, an mindestens vier Stellen vor der Küste Erdölvorkommen entdeckt zu haben. Damit könnte die Abhängigkeit von Erdölimporten, die besonders aus Venezuela zuletzt rückläufig waren, verringert werden.
Juni: US-Präsident Donald Trump macht Teile der Kuba-Politik seines Vorgängers Barack Obama wieder rückgängig. In Miami unterzeichnete er ein Dekret, das unter anderem US-Bürgern die Reisen nach Kuba erschwert und Geschäfte von US-Firmen mit der kubanischen Armee blockieren soll. Allerdings sollen die diplomatischen Beziehungen und die direkten Flugverbindugen aufrecht bleiben.
September: Cubas Behörden bringen 36.000 Touristen vor dem Tropensturm Irma in Sicherheit, 10 Todesopfer wurden gemeldet. Zuvor verwüstete der Sturm Karibikinseln wie Saint-Martin oder Saint-Barthélemy.
Wegen mysteriöser „Schallattacken” ziehen die USA den Großteil ihres Botschaftspersonals aus Havanna ab und weisen gleichzeitig 15 kubanische Diplomaten aus. Das Außenministerium warnte US-Bürger vor Reisen nach Cuba. Auch Mitarbeiter der kanadischen Botschaft sollen betroffen sein.
November: Die US-Regierung verschärft ihre Sanktionen gegen Kuba und verbietet den Handel mit bestimmten kubanischen Unternehmen.
Dezember: Der kubanische Staatschef Raúl Castro wird erst im April 2018 - und nicht, wie geplant, bereits im Februar - sein Amt abgeben.
2018
Januar: Die USA ziehen ihre Anschuldigung, die Diplomaten des Landes seien in Kuba einer Schall-Attacke ausgesetzt worden, mangels an Beweisen zurück.
Februar: Der älteste Sohn des verstorbenen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro, Fidel Ángel Castro Díaz-Balart, genannt „Fidelito”, verübte nach schweren Depressionen Suizid. Er entstammte der Ehe von Fidel Castro mit Mirtha Díaz-Balart. Der Atomphysiker war Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften in Cuba.
Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez April: Am 19. April hat der 86-jährige Präsident Raúl Castro sein Amt an Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez übergeben. Der 57-jährige ist der erste Präsident Cubas, der nicht mehr der Revolution von 1959 entstammt. Raúl Castro wird allerdings voraussichtlich bis zum nächsten Parteitag 2021 Generalsekretär der Kommunistischen Partei bleiben. Große Veränderungen sind von Díaz-Canel allerdings nicht zu erwarten, da Cuba vor allem Kontinuität brauche. Da ihm die natürliche Legitimation der Revolutionäre fehlt, könnte er eine „kollegiale Führung” mit Außenminister Bruno Rodríguez und dem für Wirtschaftsreformen zuständigen 57-jährige Marino Murillo bilden. Spekuliert wird über die zukünftige Rolle zweier bisheriger Schlüsselfiguren: Oberst Alejandro Castro, Raúl Castros Sohn, und sein ehemaliger Schwiegersohn, Luis Alberto López-Callejas, Leiter der von der Armee kontrollierten Holding Grupo de Administración Empresarial (GAE).

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