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Mecklenburg-Vorpommern: Bad Doberan

Bad Doberan ist ein Kleinod der norddeutschen Backsteingotik und reich an klassizistischen Nobelvillen. Sehenswert sind das Doberaner Münster aus dem 13. Jahrhundert, Stadtpalais und Bürgerhäuser am Kamp aus dem 19. Jahrhundert und die historische Kleinbahn Molli, die zwischen Kühlungsborn, Bad Doberan und Heiligendamm dahindampft, und das Seebad Heiligendamm

Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Geschichte

Die Geschichte von Bad Doberan beginnt 1171 im drei Kilometer entfernten Althof. Hier gründeten Zisterziensermönche unter Bischof Berno von Schwerin das erste Kloster Mecklenburgs, das aber bereits acht Jahre später zerstört wurde. 1186 erfolgte die Zweitgründung des Klosters in Bad Doberan.

Das erste Ostseebad

Bad Doberan, Münster, Großherzog Friedrich Franz I.
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Bild des Großherzog Friedrich Franz I.
Foto © Walter Reinthaler/ www.bilderreisen.at (cc)

Für das unbedeutende Dorf im Schatten des Klosters brachen erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts glanzvolle Zeiten an, als die herzogliche Familie am Heiligen Damm bey Doberan das erste deutsche Seebad gründete und Doberan zu seiner Sommerresidenz erkor. Ausschlaggebend dafür war ein Brief, den der Arzt Samuel Gottlieb Vogel (1750-1837) am 14. März 1750 an Herzog Friedrich Franz I. (1756-1837) von Mecklenburg richtete. Unter Hinweis auf die englischen Seebäder schlug er die Einrichtung einer Badeanstalt vor. Zunächst war geplant, das heilende Meerwasser mittels hölzerner Röhren vom heiligen Damm nach Bad Doberan zu leiten. Aufgrund der hohen Kosten entschied man jedoch, Heiligendamm selbst als Standort für das erste Ostseebad zu wählen. Logiert wurde jedoch in Bad Doberan.

„Doberan, Stadt (seit 1879) im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Kreis Mecklenburg, berühmter Seebadeort und zeitweise Sommerresidenz des Großherzogs, in anmutiger Gegend, 4 km von der Ostsee und an der Wismar-Rostocker Eisenbahn, ist nicht regelmäßig gebaut, macht aber durch stattliche Gebäude, zahlreiche Villen und schöne Spazierwege einen freundlichen Eindruck.” (Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 5, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885-1892, S. 16)

Sommerresidenz

Eine rege Bautätigkeit begann. Namhafte Baumeister wie Johann Christoph von Seydewitz (1748-1824) und vor allem dessen Nachfolger Carl Theodor Severin (1763-1836) prägten den Aufbau der herzoglichen bzw. ab 1815 großherzoglichen Sommerresidenz. Es entstanden feine Logierhäuser.
Unterhaltung bot die erste Galopprennbahn Deutschlands, die auf halbem Weg zwischen Doberan und Heiligendamm entstand. Zum Baden fuhr man nach Heiligendamm ans Meer. Doch die Blütezeit Doberans währte nur wenige Jahrzehnte, die nachfolgenden Großherzöge zeigten mehr Interesse an Doberans Anhängsel: Heiligendamm entwickelte sich zu einem eigenständigen, repräsentativen Seebad.

Sehenswertes

Infobox Bad Doberan

Wappen Bad DoberanLandkreis Rostock, 11.500 Einwohner
Tourist-Information Bad Doberan, Severinstraße 6, 18209 Bad Doberan, Tel.: 038203/62154
Öffnungszeiten: 15. Mai - 15. September: Mo-Fr 9.00-18.00 Uhr, Sa 10.00-15.00 Uhr; 16. September - 14. Mai: Mo, Di, Mi, Fr 9.00-16.00 Uhr, Do 09.00-18.00 Uhr
Internet: www.bad-doberan.de

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