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Mecklenburg-Vorpommern:
Hansestadt Wismar - Heiligen-Geist-Hospital

Das Heiligen-Geist-Hospital in Wismar wurde um 1250 als Armen- und Krankenhaus gegründet. Die rechteckige gotische Saalkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sehenswert sind die bemalte barocke Holzbalkendecke und das Fresko „Deo Gracias”.

Wismar, Heiligen-Geist-Kirche
Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

1323 wurde das Hospital unter päpstlichen Schutz gestellt und mit dem Bau der Heiligen-Geist-Kirche begonnen. Der Hauptaltar wurde 1326 durch Marquard von Jossow, den Bischof von Ratzeburg, geweiht. 1411 wurde an der westlichen Nordwand der Kirche ein Siechenhaus angebaut, das bis in die Reformationszeit zum Kirchenraum hin offen war, damit die Kranken den Gottesdienst miterleben konnten.

Sehenswertes

Heiligen-Geist-Kirche

Der heutige einschiffige schlichte Bau aus Backstein stammt im Wesentlichen aus dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts und war zunächst gleichzeitig Gotteshaus, Klinik und Herberge. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche nicht mehr als Wohnraum genutzt. Die Fürsorge für die Kranken und Armen wurde in das Dominikanerkloster verlegt, dies war durch die Reformation frei geworden.

 

  • Wismar, Heiligen-Geist-Kirche

    Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
    Innenraum, Blick zum Altar
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

  • Wismar, Heiligen-Geist-Kirche

    Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
    Wange des Gestühls, Orgel, Gotisches Glasfenster mit Vitrailmalerei aus 1400
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

  • Wismar, Heiligen-Geist-Kirche

    Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
    Renaissance-Kanzel von 1585
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

  • Wismar, Heiligen-Geist-Kirche

    Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
    Hauptaltar
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Gotisches Glasfenster

Das gotische Glasfenster stammt aus der Zeit um 1400 und befand sich ursprünglich in der Marienkirche.

Wismar, Heiligen-Geist-Kirche
Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
Gotisches Glasfenster
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Das Glasfenster besteht aus 26 Teilen. 15 zeigen Szenen aus dem Leben von Maria und Jesus (von unten nach oben und links nach rechts zu lesen), sieben Bilder zeigen Heilige und die übrigen Fenster Architekturdetails. Die Glasmalerei bildet den bedeutendsten Zyklus dieser Art an der Ostseeküste.

Holzbalkendecke

Die bemalte barocke Holzbalkendecke von 1687 zeigt alttestamentarische Szenen in von Akanthusranken umgebenen Medaillons.

Wismar, Heiligen-Geist-Kirche
Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
Holzbalkendecke
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Plastik „Maria mit dem Kind”

1942 schuf der evangelische Pastor, Arzt und Künstler Dr. Kurt Reuber die Kohlezeichnung „Madonna von Stalingrad”. Sie diente dem Hamburger Steinmetz Rolf Baumgarten als Vorlage für diese Plastik aus Elbsandstein.

Wismar, Heiligen-Geist-Kirche
Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
Plastik „Maria mit dem Kind”
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Fresko „Deo Gracias”

Das mittelalterliche Fresko stammt vom Anfang des 14. Jahrhunderts. Ausgehend vom mittleren Buchstaben D kann man in alle Richtungen die Worte DEO GRATIAS (Gott sei Dank) lesen. Es gibt insgesamt 504 Varianten.

Wismar, Heiligen-Geist-Kirche, Juni 2013
Fresko „Deo Gracias”
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)
Evangelisch-Lutherische Kirche der Gemeinde Heiligen Geist, Lübsche Straße 31, Tel. 03841/283528, Kirchgemeinde Heiligen Geist, Kirchen in Wismar

Heiligen-Geist-Hospital

Das Lange Haus, ursprünglich Siechenhaus genannt, wurde 1411 an der westlichen Nordwand der Kirche neu erbaut. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das Wohnen in der Kirche aufgegeben. Im Siechenhaus entstanden kleine Zimmerwohnungen für ältere Menschen.

 

  • Wismar, Heiligen-Geist-Hospital

    Wismar, Heiligen-Geist-Hospital, Juni 2013
    Das Lange Haus, Eingang zum Hof von der Straße Neustadt
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

  • Wismar, Heiligen-Geist-Hospital

    Wismar, Heiligen-Geist-Hospital, Juni 2013
    Zellen im Langhaus
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

  • Wismar, Heiligen-Geist-Hospital

    Wismar, Heiligen-Geist-Hospital, Juni 2013
    Hofseite
    Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Mädchenvolksschule

Die Mädchenvolksschule entstand im 19. Jahrhundert als Ersatz für die Buden an der Ost- und Nordseite des Hofes.

Wismar, Heiligen-Geist-Hospital, Mädchenvolksschule
Wismar, Heiligen-Geist-Hospital, Juni 2013
Mädchenvolksschule
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Andere Sehenswürdigkeiten in Wismar:

Alter Hafen

Der Alte Hafen war einst das geschäftige Zentrum des hanseatischen Wismar. Sehenswert sind das Baumhaus, das alte Zollhaus, das Wassertor, der Lohberg und das Zeughaus

Marktplatz

Mit genau 100x100 Metern ist der Marktplatz der größte in Mecklenburg-Vorpommern. Sehenswert sind das Rathaus, der „Alte Schwede”, das Reuter-Haus, das Kommandantenhaus und die Wasserkunst

Gotisches Viertel

Erst seit Mitte der 1980er-Jahre wird das Quartier westlich des Marktplatzes „Gotisches Viertel” genannt. Sehenswert sind die Ratskirche St. Marien, das Archidiakonat und der Fürstenhof.

Grube

Die Grube ist einer der ältesten künstlichen Wasserläufe Deutschlands, die durch eine Stadt führen. Sehenswert sind das Gewölbe, die Kirche St. Nikolai, die Schweinsbrücke und das Schabbell-Haus.

Kirche St. Nikolai

Die Nikolaikirche ist Wismars größter Sakralbau und entstand in Anlehnung an die Marienkirche. Sehenswert sind u.a. der Schifferaltar, der Krämeraltar, der vierflügelige Schnitzaltar, das Triumphkreuz und der Thomasaltar.

Heiligen-Geist-Hospital

Das Heiligen-Geist-Hospital in Wismar wurde um 1250 als Armen- und Krankenhaus gegründet. Die rechteckige gotische Saalkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sehenswert sind die bemalte barocke Holzbalkendecke, das gotische Glasfenster und das Fresko „Deo Gracias”.

Lindengarten

Der Lindengarten entstand 1815 auf dem Gebiet der ehemaligen schwedischen Festungsanlage. Sehenswert sind der ehemalige Wasserturm sowie in der Umgebung das Provianthaus und die Große Stadtschule.

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