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Mecklenburg-Vorpommern:
Hansestadt Wismar - Alter Hafen

Der Alte Hafen war einst das geschäftige Zentrum des hanseatischen Wismar. Sehenswert sind das Baumhaus, das alte Zollhaus, das Wassertor, der Lohberg und das Zeughaus.

Wismar, Alter Hafen
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Hier ankerten die reichen Kaufmannsschiffe, beladen mit wertvoller Fracht und dem Geruch der großen, fernen Welt. Heute sind es Ausflugsschiffe, Fischkutter und Freizeityachten. Es gibt geräucherten Fisch und leckere Fischbrötchen.

Wismar, Alter Hafen, Fischimbiß
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
Imbiß mit Fischbrötchen
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Sehenswertes

Das Baumhaus

Am Ende des Alten Hafens, direkt am Kai der Hafeneinfahrt, steht das im 18. Jahrhundert errichtete Baumhaus. Es war das Amtsgebäude des Bohmschlüter. Dieser mußte bei Gefahr und am Abend die Hafeneinfahrt mit einem Langholz, einem Baum, verschließen.

Wismar, Alter Hafen, Baumhaus
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
das im 18. Jahrhundert errichtete barocke Baumhaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Der Eingang wird von den „Schwedenköpfen” bewacht, zwei holzgeschnitzte Köpfe auf Pfählen. Sie sollten grimmig aussehen, wirken aber eher putzig. Angeblich haben sie als Warnung für Seeräuber gediehnt, denen die Enthauptung drohte. Wahrscheinlich aber waren sie nur einfach fanatsievolle Bojen.
Bis vor nicht allzu langer Zeit hatte die Schifffahrtsaufsicht hier ihren Dienstsitz. Heute wird das Gebäude für Wechselausstellungen genutzt.

Altes Zollhaus

Am Beginn des Hafens steht das 1868 erbaute Alte Zollhaus, ein neugotischer Backsteinbau mit hübschen, blendengeschmückten Staffelgiebeln. Heute befinden sich hier ein Lokal und Ferienwohnungen .

Wismar, Alter Hafen, altes Zollhaus
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
altes Zollhaus von 1868
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Wassertor

Man verlässt den Alten Hafen durch das Wassertor, das letzte der ursprünglich fünf Stadttore Wismars. Es wurde um 1450 errichtet und war in die vier Meter hohe Stadtmauer integriert

Wismar, Alter Hafen, Wassertor
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
Wassertor, Seite zum Hafen
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Zu Stadt hin zeigt es den typischen gotischen Stufengiebel, während zum Hafen hin der einfachere, um 1600 gebaute Giebel die Silhouette bestimmt.

Lohberg

Die kleine Straße hinter dem Wassertor ist mit ihrem Kopfsteinpflaster und den restaurierten alten Speicherhäusern besonders malerisch. Hier befinden sich zahlreiche Lokale, darunter auch das bekannte Brauhaus.

Wismar, Alter Hafen, Lohberg
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
Lohberg, Brauhaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Zeughaus

Das Zeughaus wurde um 1700 als neunachsiges, zweigeschossiges Gebäude errichtet. König Karl XII. (1682-1718) von Schweden ließ es als Waffenarsenal für die schwedische Garnison bauen, die Pläne werden dem schwedischen Festungsbaumeister Erik Dahlberg (1625-1703) zugeschrieben. Es ist der Nachfolger des 1699 bei einem Unwetter explodierten Pulverturms.

Wismar, Alter Hafen, Zeughaus
Wismar, Alter Hafen, Juni 2013
Zeughaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Von besonderer Bedeutung ist der einzigartige Dachstuhl, der durch seine doppelte Hängekonstruktion ein stützenfreies Obergeschoss von 60 x 15 m ermöglicht. Die Last des Dachstuhls ruht also nur auf der Umfassungmauer. Dadurch entstand ein 900 m² großer Raum, der zur Lagerung von Waffen und Gerät diente. Das Obergeschoss war über eine schräge Rampe erschlossen, über die Pferde auch schweres Gerät transportieren konnten.
1869 wurde die Straßenfassade durch einen Mittelgiebel zur Hauptfassade aufgewertet. 1934-35 erfolgte der Umbau zur Ingenieurakademie. 1994 wurde das Gebäude aufwendig saniert und beherbergt heute die Stadtbibliothek.

Stadtbibliothek der Hansestadt Wismar, Ulmenstraße 15, Tel. 03841/251-4020, Katalog

Andere Sehenswürdigkeiten in Wismar:

Alter Hafen

Der Alte Hafen war einst das geschäftige Zentrum des hanseatischen Wismar. Sehenswert sind das Baumhaus, das alte Zollhaus, das Wassertor, der Lohberg und das Zeughaus

Marktplatz

Mit genau 100x100 Metern ist der Marktplatz der größte in Mecklenburg-Vorpommern. Sehenswert sind das Rathaus, der „Alte Schwede”, das Reuter-Haus, das Kommandantenhaus und die Wasserkunst

Gotisches Viertel

Erst seit Mitte der 1980er-Jahre wird das Quartier westlich des Marktplatzes „Gotisches Viertel” genannt. Sehenswert sind die Ratskirche St. Marien, das Archidiakonat und der Fürstenhof.

Grube

Die Grube ist einer der ältesten künstlichen Wasserläufe Deutschlands, die durch eine Stadt führen. Sehenswert sind das Gewölbe, die Kirche St. Nikolai, die Schweinsbrücke und das Schabbell-Haus.

Kirche St. Nikolai

Die Nikolaikirche ist Wismars größter Sakralbau und entstand in Anlehnung an die Marienkirche. Sehenswert sind u.a. der Schifferaltar, der Krämeraltar, der vierflügelige Schnitzaltar, das Triumphkreuz und der Thomasaltar.

Heiligen-Geist-Hospital

Das Heiligen-Geist-Hospital in Wismar wurde um 1250 als Armen- und Krankenhaus gegründet. Die rechteckige gotische Saalkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sehenswert sind die bemalte barocke Holzbalkendecke, das gotische Glasfenster und das Fresko „Deo Gracias”.

Lindengarten

Der Lindengarten entstand 1815 auf dem Gebiet der ehemaligen schwedischen Festungsanlage. Sehenswert sind der ehemalige Wasserturm sowie in der Umgebung das Provianthaus und die Große Stadtschule.

Übersicht Wismar