Island - Literatur und Sprache

Island ist ein Leseland. Die Isländerinnen und Isländer kaufen und lesen acht Bücher pro Jahr. Das sind 2,5 Millionen Bücher - und das bei rund 318.000 Einwohnern. 2012 erschienen 842 neue Bücher - 11% mehr als im Vorjahr.

Island und die Literatur

Island hätte keine andere Erinnerung an die Hochkultur früherer Zeiten als seine Pergamenthandschriften, die Sprache sei das Juwel der isländischen Identität. Das meinte einmal die frühere isländische Staats­präsidentin Vigdís Finnbogadóttir. Die isländische Sprache hat sich so wenig verändert, daß die Sagas und Eddas im Original gelesen und verstanden werden können.

Glaumbær, Juli 2011
Wohn-Schlaf-Stube (baðstofa)
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

In den kurzen Wintertagen und langen Winternächten, in denen sich die Menschen über Jahrhunderte in einem Raum, dem baðstofa, zusammendrängten, war es üblich, Vorleser oder Erzähler zu beschäftigen. Diese zogen oft von Hof zu Hof und brachten den Bewohnern die Heldenerzählungen aus den Sagas nahe. Und nach der Reformation wurde die Konfirmation an die Lesefähigkeit gebunden, so daß es praktisch kein Analphabetentum in Island gab.
In den deutschsprachigen Raum gelangte die isländische Literatur lange Zeit nur über Übersetzungen aus dem Dänischen und nur spärlich. In den 30er- und 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts fanden, gefördert durch die Verehrung des Nordischen durch die Nationalsozialisten, Sagas und Autoren wie Gunnar Gunnarsson den Weg ins Deutsche.
Insgesamt aber führte die isländische Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend ein Schattendasein auf dem deutschen Büchermarkt, vielleicht von Halldór Laxness, dem isländischen Nobelpreisträger für Literatur, und Jón Svenssons „Nonni-Büchern” abgesehen. Einer der Gründe dafür war der Mangel an Übersetzern aus dem Isländischen, selbst Laxness´ Werke waren oft nur eine indirekte Übersetzung zunächst aus dem Dänischen oder Schwedischen. Der Ostberliner Aufbau-Verlag begann 1978, isländische Gegenwartsliteratur zu übersetzen, ab 1988 brachte der Göttinger Steidl-Verlag Laxness in der Original-Übersetzung heraus. Zwischen 1860 und 2000 erschienen rund 600 isländische Titel auf Deutsch.

Der Auftritt Islands als Ehrengast bei der Deutschen Buchmesse in Frankfurt 2011 änderte die Lage: allein in diesem Jahr gab es 230 deutsche Neuerscheinungen isländischer Bücher. Auf der - mittlerweile eingestellten - Webseite Sagenhaftes Island wurden Autorinnen und Autoren, deren Bücher und (natürlich) Island selbst vorgestellt. Diese Funktion hat nun - in Englisch - teilweise das Icelandic Literature Center übernommen.
Natürlich wird dieser Boom nicht anhalten, aber es ist doch erfreulich, daß nun auch Islands Literatur am deutschen Büchermarkt - und hoffentlich auch bei den Leserinnen und Lesern - angekommen ist. Jedoch - inzwischen muß man leider feststellen, daß die Anzahl der Übersetzungen ins Deutsche stark rückläufig ist.

Sprache: Altwestnorwegisch

Isländisch ist eine altwestnorwegische Sprache und geht damit, wie alle skandinavischen Sprachen mit Ausnahme des Finnischen, auf das Nordgermanische zurück. Die ersten Siedler brachten aus Norwegen unterschiedliche Dialekte mit, die jedoch, nicht zuletzt durch die alljährlichen Alþingiversammlungen, bald zu einer gemeinsamen Sprache verschmolzen.
Bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts wurde im gesamten nordischen Raum Altnordisch gesprochen. Dann begann die Spaltung in die ost- und westnordische Sprachgruppe, zu der neben Färöisch und Westnorwegisch auch Isländisch gehört.
Aufgrund der Abgeschiedenheit der Insel und der geringen äußeren Einflüsse veränderte sich ab 1530 die isländische Sprache praktisch nicht mehr. Allerdings würde wegen der Lautverschiebung bei Vokalen und Konsonannten vor 1530 gesprochenes Altisländisch heute nicht mehr verstanden werden. Die mittelalterlichen Texte im Original zu lesen ist für Isländer aber weitgehend problemlos möglich.
Nur wenige Elemente und Lehnwörter wurden aus anderen Sprachen übernommen. Seit 1964 wacht das isländische Sprachkomitee über die Veränderungen der Sprache. Fremdwörter sollen entfernt, neue Bezeichnungen sollen aus isländischen Wörtern gebildet werden: so heißt der Computer auf isländisch tölva, ein Derivat aus völva (Wahrsagerin) und tölur (Zahlen), eMail heißt netfang, manchmal aber auch schon í-meil. Aber auch ältere Begriffe wie Batterie - rafgeymir (Strom-(Bernstein)Behälter) oder tónhvisl (Tonflüstern) für die Stimmgabel wurden verisländischt. Auf Dauer wird es sich jedoch nicht vermeiden lassen, daß eine ständig wachsende Anzahl fremder Begriffe in den Sprachschatz aufgenommen werden müssen.

Schrift: 32 Buchstaben

Mit dem Christentum übernahmen die Isländer auch das lateinische Alphabet. Um 1150 wurde der Erste Grammatische Traktat herausgegeben, mit dem die Isländer ein ihrer Sprache angepasstes Alphabet mit 32 Buchstaben erhielten: die Buchstaben c, q, w und z wurden entfernt, andere Vokale wie æ/Æ oder ö/Ö hinzugefügt, die zwei Runenzeichen ð/Ð und þ/Þ blieben erhalten.
Schriftsprache und damit das Schrifttum sind jünger als die gesprochene Sprache, da geschichtliche Ereignisse und Gesetze zunächst mündlich weitergegeben wurden. Erst mit der Übernahme des Christentums im Jahr 1000 begannen die Isländer, ihr Gedankengut niederzuschreiben. Im Winter 1117/18 begann Hafliði Másson in Breiðabólsstaður/Südisland mit der Niederschrift der Gesetze. Im 12. Jahrhundert wurden nur historische und juristische Texte aufgezeichnet.

Die isländische Literatur der Frühzeit

Bis zur Übernahme des Chistentums um 1000 wurden Götter- und Heldengeschichten, Berichte über historische Ereignisse und die altgermanische Dichtung von Generation zu Generation nur mündlich weitergegeben. Die Runenschrift wurde vom lateinischen Alphabet abgelöst, auf den Bischofssitzen in Skáholt und Hólar und den Pfarrhöfen mächtiger Goden begannen die Isländer, Bücher zu schreiben: mit Gänsefedern auf Pergament aus Kalbs- oder Schafshäuten. So wurden für das umfangreichste isländische Manuskript, das Flateyjarbók die Häute von 113 Kälbern benötigt. Die erste bekannte Schrift in isländischer Sprache ist vermutlich die um 1118 abgeschlossene Gesetzessammlung Grágas. Eine Abschrift des Codex Regius aus dem 12. Jahrhundert ist noch heute erhalten.

Ab Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden Geschichtswerke und Genealogien. Erwähnenswert ist hier der Geschichtsschreiber Ari Þorgilsson der Weise (1067/68-1148). Er verfasste nach 1122 die Íslendingabók, die Geschichte des isländischen Volkes von der Landnahme bis zum Anfang des 12. Jahrhunderts, und zwar im Gegensatz zu seinem Förderer Sæmundur Sigfússon (1056-1133) nicht auf Latein, sondern auf Isländisch. Ein weiteres bedeutendes Werk aus dieser Zeit ist die Landnámabók, das Buch der Landnahme, das von Herkunft und Landbesitz von etwa 430 früher Siedler erzählt.

Sagas

Heimskringla
Eine Seite aus der „Heimskringla”

Sagas sind Geschichten, Erzählungen dessen, was einst geschehen ist, in gemeinsamer Sprache und Stil. Die Königssagas hatten vor allem die Geschichte der norwegischen Könige zum Inhalt. Die bedeutendste dieser Königssagas ist die von Snorri Sturluson (1178-1241) verfasste Heimskringla, benannt nach ihren ersten Worten „der Kreis der Welt”. Sie besteht aus 16 einzelnen Sagas.
Die zweite wesentliche Gruppe von Sagas sind die heldenhaften Isländersagas, die zwischen 1200 und 1350 entstanden und schon bald die Königssagas an Beliebtheit übertrafen. Sie erzählen Geschichten aus dem ersten Jahr­hundert des Freistaates, von der Zeit zwischen 930 und 1030. Anonym überliefert sind ihr Ursprung und Wahrheitsgehalt zweifelhaft, außerdem wurden sie in der jahrhundertelangen mündlichen Überlieferung sicher verändert.
Thema der etwa 40 heute noch erhaltenen Isländersagas sind Streitigkeiten und Fehden. Sie erinnerten wehmütig an die Zeit vor der Unterwerfung unter die norwegische Krone, als das isländische Rechtssystem noch funktionierte und man nicht um Macht, sondern um Ehre kämpfte. Die bekanntesten Isländersagas sind die Njáls saga, die vom weisen Njáll und seinem ritterlichen Freund Gunnar von Hlíðarendi berichtet, die Laxdæla saga, in deren Mittelpunkt die stolze und leidenschaftliche Guðrún Ósvífursdóttir steht, und die Egils saga über das Leben des treuen und mutigen, aber auch trinkfesten und kampfsüchtigen Skalden Egill Skallagrímsson. Sie wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit von Snorri Sturluson verfasst.
Der deutsch-isländische Schriftsteller und Kenner der isländischen Literatur Kristof Magnusson bringt Thema und Handlung der Sagas knapp, lapidar, aber treffend auf den Punkt:

„Bauer A beschuldigt Bauer B, Bäuerin A geschwängert zu haben. Bäuerin B gibt Bauern A in der Öffentlichkeit eine Ohrfeige wegen der verletzten Ehre ihres Mannes. Da Bauer A sich nicht traut, Bäuerin B in aller Öffentlichkeit den Schädel zu spalten, sammelt er eine kleine Mannschaft und bringt den besten Knecht von Bauer B um. Daraufhin sammelt Bauer B eine kleine Mannschaft und zündet die Scheune von Bauer A an. Ganz nebenbei vergewaltigt er Bäuerin A und nimmt entweder sie, das beste Pferd oder beide mit. Bauer A geht zu seinem Blutsbruder, Bauer C, mit dem er als Ziehsohn beim Gode-Priester X im nächsten Bezirk aufgewachsen ist. Bauer C und Bauer A erwirken auf dem Allthing ein Verbannungsdekret für Bauer B, sammeln aber zur Sicherheit eine etwas größere kleine Mannschaft, bevor sie aufbrechen, um das Dekret durchzusetzen. Auf dem Weg erscheint ihnen der Geist eines in einer Hungerperiode auf der Heide ausgesetzten Säuglings, und sie beschließen, lieber doch gleich bei Nacht anzugreifen und Bauer B umzubringen. Bauer B, der in Erwartung von Bauer A und Bauer C eine kleine Mannschaft gesammelt hat, verteidigt sich wacker, schießt einige aufs Dach gekletterte Gegner mit Pfeil und Bogen ab, will sich aus dem Haar seiner Ehefrau eine neue Bogensaite flechten, doch sie gibt ihm keine einzige Strähne, weil er ihr einige Jahre zuvor eine Ohrfeige gegeben hat. Dann hat die Gegenpartei die Nase voll, zündet den Hof an und muss nur noch diejenigen erschlagen, die aus dem einzigen Eingang entkommen. Auf beiden Seiten überleben gerade genug Familienmitglieder, um weitere Rachefeldzüge anzuzetteln.” (Kristof Magnusson, Gebrauchsanweisung, S. 136/37)

Heute sind die Sagas ein beliebter Stoff für Romane, Theaterstücke und Filme.

Die Sagas im Roman

Eddas

Die Ältere Edda oder Liederedda umfasst Götter- und Heldenlieder, die vorwiegend zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert entstanden sind. Die Götterlieder sind didaktische oder dramatische Werke mit mythologischem Inhalt. Die Heldenlieder gehören zu den germanischen Heldensagen und berichten von den Helden aus der Völkerwanderungszeit.
Die Jüngere Edda oder Snorris Prosa-Edda wurde von Snorri Sturluson um 1220 verfasst und besteht aus drei Teilen. Der erste Teil, „Gylfis Betörung”, gibt einen Einblick in die nordische Mythologie, das Volk der Asen unter Óðin. Der zweite Teil ist „Die Dichtersprache”, eine Einführung in die Kunst der Skaldik, mit der Snorri versuchte, die skaldische Dichtung in ihrer ursprünglichen Form vor dem Untergang zu retten. Der dritte Teil ist das Strophenverzeichnis „Háttatal”, ein skaldisches Preislied zum Ruhm des norwegischen Königs.

Die isländische Literatur 1350-1900

Nach 1350 entstanden keine Isländersagas mehr. Naturkatastrophen und Fremdherrschaft zerstörten die Voraussetzungen für diese kulturellen Glanzleistungen. 1584 druckte Bischof Guðbrandur Þorláksson seine isländische Übersetzung der Bibel. Im 17. Jahrhundert markiert Arngrímur Jónsson (1568-1648) das Wiederaufleben der Geschichtsschreibung. Pfarrer Hallgrímur Pétursson (1614-1674), Namensgeber der Hallgrimskirche in Reykjavík, wurde mit seinen klangvollen Passionsliedern bekannt. Eggert Ólafsson (1726-1768) bereiste Island und erforschte die natürlichen Ressourcen sowie Kultur und Bräuche der Bevölkerung. Sein Reisebericht ist bis heute eine wichtige Quelle über das Island des 18. Jahrhunderts.
Im 19. Jahrhundert beschäftige sich der naturalistische Dichter Jónas Hallgrímsson (1807-1845) mit dem aufkeimenden Nationalgefühl und der Verherrlichung des Unabhängigkeitskampfes. Zu den Vorreitern des Realismus gehörten Hannes Hafstein (1861-1922) und Einar Benediktsson (1864-1940).

Der Weg zur Moderne

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrieben Jóhann Sigurjónsson (1880-1919), Guðmundur Kamban (1888-1945), Gunnar Gunnarsson (1889-1975) oder Jón Sveinsson (1857-1944) zunächst in Dänisch oder Norwegisch über isländische Themen. Einer der hervortretenden Schriftsteller in Isländisch war Þórbergur Þórðarson (1889-1974), der mit dem 1924 erschienenen kritischen Werk „Bréf til Láru” („Brief an Laura”) über Nacht berühmt wurde.
Der wohl bedeutendste isländische Schriftsteller ist Halldór Laxness (1902-1998), der 1955 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Seine häufig gesellschaftskritischen Romane erinnern in ihrem knappen Stil an die Sagas. Zwischen 1925 und 1965 dominierte er die literarische Szene Islands, sein ehemaliges Wohnhaus Gljúfrasteinn in Mosfellsbær wurde zum Museum.
þor Vilhjálmsson (1925-2011) und Guðbergur Bergsson (*1932) gelang es in den späten 60er-Jahren, die episch-realistische, von Halldór Laxness bestimmte Literatur im Sagastil zu verdrängen.

Zeitgenössische isländische Literatur

Aber erst der nachfolgenden Generation konnte aus dem übermächtigen Schatten Laxness' heraustreten und eine eigenständige isländische Literatur schaffen. Die modernen Schriftsteller behandeln vor allem aktuelle, zeitkritische Themen. Zu nennen wären hier etwa:

Die Übersicht „Isländische Literatur in deutscher Übersetzung 1860-2000”, der Ergänzungsband „Isländische Literatur auf dem zeitgenössischen deutschen Buchmarkt, 2000-2008” und das 2011 erschienene „Verzeichnis der Neuerscheinungen” sind nicht mehr online verfügbar. Diese Verzeichnisse waren anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2011, bei der Island Stargast war, bei Sagenhaftes Island erschienen. Somit gibt es keine Übersicht mehr über Übersetzungen aus dem Isländischen ins Deutsche - von einer Aktualisierung nicht zu reden.

Isländische Krimis

Island ist aufgrund seiner geringen Kriminalität vielleicht nicht unbedingt der Ort, um Krimis zu schreiben und zu veröffentlichen. Manche behaupten sogar, daß in den isländischen Krimis mehr Morde passieren als in der Wirklichkeit. Und das Genre hatte bis zum Ende der 90er-Jahre nicht wirklich Erfolg in Island. Mittlerweile tummeln sich zahlreiche Krimi-Autorinnen und -Autoren in Island. Hier zu nennen sind:

  • Arnaldur Indriðason (*1961), Durchbruch mit Synir Duftsins (1997, dt. Menschensöhne, 2005) und vor allem Mýrin (2000, dt. Nordermoor, 2003);
  • Viktor Arnar Ingólfsson (*1955) mußte 1998 seinen Krimi Engin spor (dt. Haus ohnen Spuren, 2007) noch im Selbstverlag herausbringen;
  • Ævar Örn Jósepsson (*1963) debütierte mit Dunkle Seelen (Svartir englar, 2003);
  • Yrsa Sigurðardóttir (*1963) - sie schrieb zuerst Kinderbücher, in der Krimiszene wurde sie mit Þriðja táknið (2005, dt. Das letzte Ritual, 2006) bekannt;
  • Þráinn Bertelsson (*1944) - er veröffentlichte zuerst Romane und Sachbücher, aber nur seinen beiden Kriminalromane Valkyrjur (2005, dt. Walküren, 2008) und Englar Dauðans (2007, dt. Höllenengel, 2011) wurde ins Deutsche übersetzt;
  • Jón Hallur Stefánsson (*1959) - er katapultierte sich mit seinem Roman Krosstré (2005, dt. Eiskalte Stille, 2006) in die erste Riege der nordischen Krimiautoren;
  • Árni Þórarinsson (*1950) - der Redakteur und Filmkritiker schrieb die Romane Nóttin hefur þúsund augu (1998, dt. Die verschundenen Augen, 2002), Tími nornarinnar (2005, dt. Todesgott, 2008) und Dauði trúðsins (2007, dt. Ein Herz so kalt, 2011);
  • Ingibjörg Hjartardóttir (*1952) - sie verfasste neben Theaterstücken die Romane Þriðja bónin (2005, dt. Die dritte Bitte, 2007) und Hlustarinn (2010, dt. Der Zuhörer, 2011);
  • der oder die unter dem Pseudonym Stella Blómkvist schreibende Autor oder Autorin - bekannt geworden mit Morðið í sjónvarpinu (2000, dt. Das ideale Verbrechen, 2004);
  • Ragnar Jónasson, die deutschsprachige Neuentdeckung, mit Schneebraut (2011).

Bücher-Rekord 2012

2012 erschienen 842 neue Bücher. Das sind 11% mehr als im Vorjahr. Und 2002 waren es erst 466 Titel - das ist praktisch eine Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren. Jährlich erscheint Bókatíðindi, der Katalog der Neu-Erscheinungen des Verbands der isländischen Verleger. Er wird kostenlos allen Haushalten zugeschickt.
Die meisten Bücher erscheinen kurz vor Weihnachten. Denn Weihnachten ist die Zeit der isländischen Weihnachts-Bücherflut. Bücher gehören bei den Isländern zu den selbstverständlichen Weihnachtsgeschenken. Man genießt die Feiertage zusammen mit der Familie, zieht sich zurück und liest ein Buch.

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