Katharina PETERS, Strandmord.

Mecklenburg-Vorpommern/Rügen/Regionalkrimi/

 Katharina PETERS: Strandmord.
Katharina PETERS: Strandmord. Ein Rügen-Krimi.
333 Seiten, ISBN: 978-3-7466-3394-7
Romy Beccare 7
Berlin: Aufbau Verlag, 2018
Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Der Winter auf Rügen kann sehr kalt sein.
Am Strand von Glowe wird eine Frauenleiche gefunden. Sie ist erfrohren, aber zuvor brutal mißhandelt worden. Aufgrund der Mißhandelungen fällt der Verdacht von Kommissarin Romy Beccare sofort auf Ahlbeck, der ähnlich vorgegangen war, aber die Opfer nicht gestorben sind. Sie hat vor 15 Jahren Ahlbeck als Lockvogel überführt. Nun ist er aus der Haft entlassen - aber er hat ein wasserdichtes Alibi.
Karola Thiel, das Opfer, hat bei einem Pharmakonzern als Artzbetreuerin gearbeitet. Und sie hat einen Kinderarzt in Bergen erpresst, der in der DDR-Zeit an Medikamententests mitgearbeitet hat. Eine Patientin ist dabei gestorben. Ein ausreichendes Motiv für einen derart brutalen Mord?
Karola war auch zwei Jahre verheiratet, bis die Ehe an ihren extremen Sexualvorstellungen zerbrach. Ihr Mann war als Gewalttäter bekannt. Ist er bei einem Zusammentreffen ausgerastet?
Romy Beccare hat eine Menge Vermutungen und logische Schlüsse. Aber Beweise lassen sich nicht finden. Ihr fehlt ihr Exkollege Kaspar Schneider, der in Pension gegangen ist. Und auch Jan Riechter, ihr Freund und Leiter der Kriminalpolizei Stralsund, ist nur wenig anwesend.
Fazit: Katharina PETERS kann auch ihren 7. Fall um die Kommissarin Beccare gut entwickeln, auch wenn man das Schema mit der Zeit durchschaut. Hauptthema ist immer wieder die Gewalt gegen Frauen und Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung. Und die Täter, die ihren Opfern die Hölle auf Erden bereiten, kommen oft mit lächerlich niedrigen Strafen davon. Die Justiz ist immer noch mehrheitlich männlich.

Schon merkwürdig, wie schnell manche Leute dichtmachten, wenn es um ein Gewaltverbrechen ging, zu dem sie womöglich in irgendeiner Weise persönlich Stellung beziehen sollten, dachte Romy. Sie rückten ab, noch bevor sie wussten, was genau die Polizei eigentlich von ihnen wollte, und wenn man sie fragte, warum, erhielt man nur ausweichende Antworten oder Lügen oder ... Ärger stieg in ihr hoch. Andererseits zückten Schaulustige an Tatorten ihre Smartphones, fotografierten, was das Zeug hielt, blockierten Unfallstellen und behinderten Hilfskräfte oder redeten dummes Zeug über Menschen, die sie so gut wie gar nicht kannten, zu Umständen, die ihnen fremd waren.

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