
240 S., ISBN: 978-3-7822-1222-9
Hamburg: Koehlers Verlagsgesellschaft, 2014
Bewertung

Rezension
Das antarktische Meer im Winter.
Der deutsche Forschungseisbrecher FS POLARSTERN bietet die Möglichkeit, auch im antarktischen Winter Forschungen auf dem Südpolarmeer durchzuführen. Näher beschrieben wird eine Forschungsreise von 2013. Parallel gibt es einen Rückblick auf eine Antarktis-Expedition von Mai bis August 1992 des Autors Peter Lemke. Diese Winterforschungen am Meer bringen wesentliche Erkenntnisse, können aber wegen der enormen Kosten nur selten durchgeführt werden.
Neben der Beschreibung der Forschungsreise beschäftigt sich ein umfangreicher Abschnitt mit den Polarmeeren, dem Klima, Meereis und Eisdrift, die alle für das zukünftige Leben auf dem Planeten von Bedeutung sind. Zahlreiche, zum Teil atemraubende Bilder ergänzen den Text. Ein Bildband ist das Buch jedoch nicht primär.
Fazit: Die Antarktis bietet im Winter ein ganz anderes Bild als im Sommer, und nur wenige Menschen sehen dieses Bild. Selbst mit dem Eisbrecher reduziert sich die Zugänglichkeit und Manövrierfähigkeit drastisch.
Geduld. Warten auf günstige Winde. Hin und wieder der Versuch, sich frei zu boxen, um einen Weg nach Süden zu finden, denn bei 70° Süd sollen die Messbojen ausgebracht werden, die dann über ein Jahr durch das Weddelmeer driften und die aufgezeichneten Daten an die heimischen Rechner der Wissenschaftler senden.