Katharina PETERS, Leuchtturmmord.

Mecklenburg-Vorpommern/Rügen/Regionalkrimi/

 Katharina PETERS: Leuchtturmmord.
Katharina PETERS: Leuchtturmmord. Ein Rügen-Krimi.
235 S., ISBN: 978-3-7466-3206-3
Romy Beccare 5
Berlin: Aufbau Verlag, 2016
Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Am Leuchtturm Maltzien ist es sehr einsam.
Dort, an der Spitze der Insel Zudar im Greifswalder Bodden, wird die Leiche der 28-jährigen Merle Zober, Mutter von zwei Kindern, gefunden. Verblutet, nachdem man sie brutal getreten und ihr die Halsschlagader durchtrennt hat. Am Tatort gibt es keine verwertbaren Spuren.
Natürlich ist der erste Verdächtige ihr Ehemann, der als schwierig, unzugänglich und aufbrausend beschrieben wird. Aber Merle hatte auch ein Verhältnis mit einem Exkollegen, der früher an illegalen Boxkämpfen teilgenommen hat. Dabei geht es um den eindeutigen Sieg und viel Geld bei den Wetten. Und falls der Verlierer nicht überlebt...
Während Kriminalkommissarin Romy Beccare vom Polizeikommissariat Bergen in dem Mordfall ermittelt, ist ihr Freund Jan Riechter, Leiter der Stralsunder Polizeiinspektion, mit zwei fast zu Tode geprügelten Männern beschäftigt, die jeweils in der Nähe des Krankenhauses in Greifswald gefunden worden waren. Alles weist auf illegale Wettkämpfe hin. Und im Umfeld auf einflussreiche Beamte und Geschäftsleute. Einer Ermittlerin, die dort untersuchte, wurde der Fall entzogen und sie gemobbt.
Aufgrund der Brutalität, mit der Merle ermordet wurde, scheinen die Fälle zusammenzupassen. Aber dann stösst Romy auf eine gang andere Spur: von der Clique, in der Romy in ihrer Schulzeit war, sind mit Merle alle bis auf einen bereits verstorben, unter teilweise fragwürdigen Umständen.
Fazit: Auch in ihrem fünften Krimi um die italienischstämmige Kommissarin Romy Beccare gelingt es Katharina PETERS, eine stimmige Geschichte mit zahlreichen verwirrenden Spuren und einem überraschenden Ende vorzulegen. Ihr Thema sind illegale Boxkämpfe und die Verstrickung honorer Bürger in dieses Milieu. Und dort scheint die Lösung zu liegen…

Jakob schaltete innerlich ab, gab vor, interessiert zu lauschen, und machte ihr Komplimente - ein Spiel: Sie wusste, dass es zu seinem Job gehörte, freute sich aber dennoch, und er gab sich Mühe, das Professionelle mit spielerischem Charme zu übertünchen. Margret hatte mal gesagt, dass seine ganz besondere Stärke in der überzeugenden Wirkung seiner pointierten und stets perfekt dosierten Zuwendung lag. Die Beschreibung hatte ihm schon damals gut gefallen: pointierte und perfekt dosierte Zuwendung. Margret würde sich noch wundern, wie weitgefächert seine Stärken waren.

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