Buchtipp : Lenz KOPPELSTÄTTER, Was der See birgt. (Rezension)

Lenz KOPPELSTÄTTER, Was der See birgt.

Gardasee/Trentino/Krimi/

 Lenz KOPPELSTÄTTER: Was der See birgt.
Lenz KOPPELSTÄTTER: Was der See birgt. Ein Fall für Gianna Pitti.   Neu 
224 Seiten, ISBN: 9783462002164
Köln-München: Kiepenheuer & Witsch TB, 2025
Bewertung
Bewertung: 2 Sterne

Rezension

Ein deutsch-italienischer Krimi, der nicht wirklich überzeugt. Auch wenn er am Gardasee spielt. Irgendwie bleibt er deutsch. Auch gelegentliche italienische Begriffe oder Sätze -.Un caffè per favore - können das nicht ändern.
Im Hafen von Riva del Garda wird ein Toter geborgen. Ermordet. In seinem Hals steckt ein goldener Anhänger in Form eines Fisches.
Gianna Pitti, Journalistin der Lokalzeitung Messaggero di Riva, erkennt den Toten. Sie hat mit dem jungen Mann noch am Vorabend gesprochen. Aber sie meldet sich nicht bei der Polizei und informiert auch nicht ihre Chefredakteurin Elvira. Gianna will exklusiv recherchieren. Elvira ihrerseits weiß auch mehr, als sie zugibt. Sie und Staatsanwalt Foscolo wollen Gianna raushalten. Sie erscheint gefärdet, seitdem ihr Vater spurlos verschwunden ist.
Aber auch Giannas Onkel, der Marchese Francesco Pitti, weiß mehr. Schließlich informieren er und Elvira Gianna gemeinsam, daß ihr Vater, der verschwunden ist, eine Geheimloge der Freimaurer aufdecken wollte. Deren Zeichen ist dieser goldene Fisch, der bei dem Toten gefunden wurde. Die Spur führt in die ehemalige Villa Vittoriale degli italiani des italienischen Schriftstellers und Mentors von Benito Mussolini, Gabriele D’Annunzio. Dort gibt es ein Fest, das für ein Treffen der Geheimloge genutzt werden soll.
Fazit: Lenz KOPPELSTÄTTER ist zwar Südtiroler, aber so richtigt gelingt es ihm nicht, dem Krimi ein italienisches Flair zu geben. Die Geschichte selbst ist reichlich dünn und unklar und hätte nicht für 224 Seiten ausgereicht. So wurde sie durch zahlreiche Beschreibungen, die eigentlich nichts mit dem Fall zu tun haben, aufgedehnt. Spannung gibt es nur kurz gegen Ende. Na ja...

Riva und Sirmione, diese Gegensätze machten den See aus. [...]
Sirmione im Süden wirkte karibisch. Das Wasser transparent, hier schienen selbst die Einheimischen stets in Urlaubsstimmung zu sein. Die Festung auf der Landzunge, die weit in den See hineinragte, glich einer sarazenischen Burg. [...]
Die Lokale priesen auf Schiefertafeln ihre Mittagsgerichte an: Pizza, Spaghetti tonno e cipolla, Caprese, fritto nisto. In den Souvenirläden gab es Weine, Zitronen, Kapern, Oliven, Olivenöl, Schnitzereien aus Olivenholz, Fußbjalltrikots von Inter Mailand, AC Mailand, Juventus Turin und Hellas Verona. Außerdem Schirmmützen mit Lake-Garda-Schriftzug. Billige Plastiksonnenbrillen, Kochschürzen mit unlustigen Sprüchen, bunte Kugelschreiber, kleine Buddelschiffe, Leinenhemden, Kräutermischungen, Feuerzeuge - und Schlüsselanhänger.

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