Magdalen NABB, Eine Japanerin in Florenz.

Maresciallo Guarnaccia/Toskana/Florenz/Krimi/

 Magdalen NABB: Eine Japanerin in Florenz.
Magdalen NABB: Eine Japanerin in Florenz. Guarnaccias dreizehnter Fall.
(The Innocent., 2005)
352 S., ISBN: 978-3-257-23666-8
Maresciallo Guarnaccia 13
Zürich: Diogenes TB-Verlag, 2008
Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Das goldene Handwerk.
In einem abgelegenen Teich im Boboli-Garten des Palazzo Pitti wird eine Leiche gefunden. Das Gesicht ist zerstört, so daß die Person nicht identifizierbar ist. Eindeutig ist nur, daß es eine kleine Frau ist. Und sie wurde ermordet.
Der bei der Toten gefundene Schuh ist keine Massenkonfektionsware, sondern handgemacht. Er wird die zunmächst einzige Spur von Maresciallo Guarnaccia, der ihn den Handwerkern in den Geschäften seines Bezirks zeigt. Er wird fündig. Den Schuh hatte eine Japanerin selbst angefertigt, die beim Schuhmacher Peruzzi eine Lehre machte. Sie ist die Tote. Und sie war schwanger - vielleicht der Grund für ihre Ermordung? Denn sie hatte einen Freund, den aber niemand näher zu kennen scheint. Möglicherweise aus Rom.
Guarnaccia ermittelt auf seine Art, bedächtig und beharrlich. Sein Capitano schätzt diese Art, weil er weiß, daß sie am Ende ein Ergebnis erbringt. Und einen Staatsanwalt, der stören könnte, gibt es diesmal auch nicht. Mit der offensichtlichen und so praktisch passenden Auflösung gibt sich der Maresciallo nicht zufrieden. Er spürt, daß da etwas anderes dahinter steckt. Und am Ende zeigt sich, daß der goldene Boden des Handwerks nicht von allen geschätzt wird.
Fazit: Aus dem etwas tapsigen Maresciallo Guarnaccia wird zwar kein weltgewandter Ermittler, aber er kann mit seiner ruhigen und zielgerichteten Vorgangsweise durchaus die Vorurteile gegen ihn als Sizilianer immer mehr entkräften. Der Krimi läuft ebenso behäbig dahin und lässt am Leben in dem Viertel um den Palazzo Pitti teilhaben.

Zwei junge Menschen von der anderen Seite der Welt, beseelt von dem Wunsch, ein Handwerk zu erlernen. Ein magerer junger Mann in einer langen Baumwollschürze, eine junge Frau, hübsch wie ein Püppchen. Und hart im Nehmen. Er verstand es noch nicht, aber er würde dahinterkommen. Sie war eine junge Japanerin von der anderen Erdhalbkugel, aber sie war in seinem Revier gestorben, in seinem Viertel. Er würde das Rätsel lösen.

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