
352 Seiten, ISBN: 978-3-404-19243-4
Köln: Lübbe, 2023
Bewertung
Rezension
Ein grieskrämiger alter Mann, der keine Kinder mag. Doch zwei nennen ihn Opa. Ein verfallendes Haus. Aber drei Mieter kämpfen um seinen Erhalt.
Luise Thießen, ihre beiden Kinder, Wolle und Oma Baumann müssen das Haus Herderstraße 7 verlassen. Es gehört der Ascot Holding und soll für einen Neubau abgerissen werden. Das Haus, ein altes Jugendstilhaus, ist völlig vernachlässigt und nicht wirtschaftlich zu sanieren. Aber wo sollen sie hin, kurz vor Weihnachten? Wohnraum ist knapp und teuer. Und niemand kann sie eine neue Wohung leisten. Und Oma Baumann müsste ins Altersheim.
Da beschließt Luise, einen letzten Versuch zu wagen und mit dem Eigentümer der Ascot Holding, Herrn Achim von Arnheim, zu reden. Ein mürrischer, unhöflicher alter Mann. Aber ist er dement?
Luise schafft es, ihn in seiner Villa aufzusuchen. Aber er hört ihr nicht zu, sondern will sie eine Vereinbarung unterschreiben lassen - als seine Tochter. Eine Rolle, die sie für ein paar Tage zwangsweise spielen muß. Denn Arnheim hat eine uneheliche Tochter, Clarissa, aber seit Jahren keinen Kontakt mehr mit ihr, den sie verweigert. Aber er möchte die Firma im Familienbesitz halten und sie daher ihr übergeben. Und er glaubt, sie mit dieser Scharade anlocken zu können. Aber für die Herderstraße 7 mag er kein Versprechen abgeben.
Und so steht Luise wieder mit leeren Händen da. Ende der Geschichte? Nein, denn es ist ja Weihnachten - und die Zeit der Wunder.
Fazit: Anja MARSCHALL, bekannt durch ihre historische Krimiserie um den Kriminalbeamten Hauke Sötje, ist hier wieder ein netter Weihnachtsroman gelungen. Vielleicht zeitweilig etwas zäh zu lesen, aber ok.
Das Jahr neigte sich seinem Ende entgegen. Mit dem nahenden Weihnachtsfest legte sich auch eine erwartungsfrohe Ruhe über die Stadt. So mancher suchte Frieden und besann sich auf das, was wirklich wichtig war im Leben.