Buchtipp : Michael BÖCKLER, Verdi hören und sterben. (Rezension)

Michael BÖCKLER, Verdi hören und sterben.

Venetien/Krimi/

 Michael BÖCKLER: Verdi hören und sterben.
Michael BÖCKLER: Verdi hören und sterben. Ein Roman aus Venedig und dem Veneto.   Neu 
(zuerst 2001), 404 S, ISBN: 3-426-19545-3
München: Droemer Knaur, 2002
Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Ein Krimi mit Reisefüher oder ein Reiseführer mit Krimi? Eine ungewöhnliche Kombination.
Eine alte Dame wird in ihrer Villa am Gardasee tot aufgefunden. Sie hörte gerne Verdi-Arien - dabei starb sie auch - und vermacht die Villa und ein entsprechendes Barvermögen ihrem Enkel Mark, einem Modefotografen. Dessen Halbbruder Rudolf, ein Weinhändler und Spieler, geht praktisch leer aus.
Bald nach seinem Einzug in die Villa lernt Mark die Bewohnerin der Einliegerwohnung, die hübsche Italienerin Laura kennen, die dort ein lebenslanges Wohnrecht geerbt hat. Die Beiden verlieben sich ineinander. Doch schon bald wird Mark entführt und muß den Großteil seines geerbten Vermögens als Lösegeld zahlen. Interessant ist die Frage, wer von dem Erbe wusste - außer Rudolf und dem Notar.
Da weder die italienische noch die deutsche oder die englische Polizei zu irgendwelchen Erkenntnissen gelangen, beschließt Mark, mit Lauras Unterstützung selbst die Nachforschungen aufzunehmen. Irgendwie scheint ein bedeutender Mafioso auch eine Rolle zu spielen.
Die Schauplätze verteilen sich auf zahlreiche Orte in Venetien, die im Krimiteil kurz und im Reiseteil etwas ausführlicher beschrieben werden. Außerdem werden interessante Personen, Sehenswürdigkeiten, aber auch Hotels und Restaurants angeführt.
Der Reiseteil führt alle im Krimiteil erwähnten Orte, Sehenswürdigkeiten, Personen usw. noch einmal konzentriert und ausfühlicher auf. Die Hotel- und Restaurantempfehlungen sind eher hochpreisiger Natur, um sie zu beurteilen, müsste man wohl ein paar ausprobieren.
Fazit: Eine durchaus originelle Idee, einen Krimi mit einem Reiseführer zu kombinieren. Dieser ist zwar knapp, kann aber einen guten ersten Eindruck von Venetien vermitteln. Der Krimi von Michael BÖCKLER ist leider etwas flach und voller Klischees, aber insgesamt doch ausreichend spannend und nett zu lesen.

Mark nahm alle drei Würfel in die rechte Hand, sah sie noch einmal kurz an, holte dann aus und schleuderte sie weit in Richtung San Giorgio.
"Nun sinken sie auf den Grund des Canale di San Marco", sagte Laura mit leiser Stimme. "Dorthin, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können."

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