LeseTipp: Douglas J. PRESTON/Lincoln CHILD, Thunderhead - Schlucht des Verderbens.

USA/Utah/Anasazi/Thriller/

Douglas J. PRESTON/Lincoln CHILD: Thunderhead - Schlucht des Verderbens. Douglas J. PRESTON/Lincoln CHILD: Thunderhead - Schlucht des Verderbens.   Neu 
(Thunderhead., 1999)
559 S., ISBN: 3-426-62158-4
München: Knaur TB-Verlag, 2004

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Die Stadt der Anasazi.
Nora Kelly, Assistentin am Santa Fe Archeological Institute, erhält 16 Jahre nach dem Tod ihres Vaters einen Brief von ihm. Darin beschreibt er, daß er die geheimnisvolle Stadt Quivira der Anasazis entdeckt hat, und gibt eine Beschreibung ihrer Lage. Nora gelingt es, das Interesse des Institutchefs zu wecken. Er ist bereit,. eine Expedition zu finanzieren. Er sucht auch das Expeditionsteam aus, darunter seine Tochter Sloane und der Journalist Smithback.
Nach der Anreise über den Lake Powell geht es mühsam zu Pferd weiter durch tiefe Canyons, bis die Expedition endlich das Tal erreicht, über dem die Stadt liegen soll. Zunächst gibt es keine Spur von ihr, bis Nora sie schließlich bei einer zufälligen Felsbesteigung entdeckt. Eine große, vollständig erhaltene Stadt mit einem bis dahin nicht geöffneten Kiva.
Aber die Begeisterung über die Entdeckung erhält bald einen Dämpfer. Es gibt noch andere Interessenten, die sie massiv bedrohen und in Lebensgefahr bringen. Die Stadt scheint keine Pilgerstätte, sondern ein Ort des Todes gewesen zu sein. Und der Tod droht auch den Expeditionsteilnehmern.
Fazit: Der Wissenschaftsthriller der beiden Bestsellerautoren ist wieder eine gekonnte Mischung aus tatsächlichen Forschungsergebnissen und Fiktion. Die Anasazi gab es tatsächlich, und sie hinterließen interessante Höhlenbauten, etwa im Nationalpark Mesa Verde. Der Lake Powell ist ein realer Stausee, entstanden durch den Bau des Glen Canyon Damms. Ein gelungener Wurf des Erfolgsduos.
NB: Nora Kelly werden wir im ähnlichen Thriller Old Bones wieder begegnen.

Dort erstreckte sich über die gesamte Länge der Felswand ein riesiger Alkoven, der so aussah, als würde er zwischen Tal und Himmel schweben. Die Morgensonne warf ihre schrägen Strahlen in die weiter hinten liegenden Bereiche der Aushöhlung. Darin befand sich eine ausgedehnte Ruinenstadt! An ihren Ecken ragten vier massive Türme auf, zwischen denen sich ein kompliziertes Labyrinth von Häusern und kreisrunden Kivas erstreckte. Das warme Licht vergoldete die Mauern der Stadt und verlieh ihr das Aussehen eines Traumgebildes, das sich jeden Augenblick in der trockenen Wüstenluft auflösen konnte.
Es war die perfekteste Anasazi-Stadt, die Nora je gesehen hatte: schöner als Cliff Palace und größer als Pueblo Bonito. ...
Genau in der Mitte der Stadt konnte sie die Kuppel des Großen Kivas ausmachen - noch nie zuvor hatte jemand ein so riesiges, intaktes Kiva gefunden ...

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