LeseTipp: Mary Higgins CLARK, Stille Nacht.

USA/Weihnachtsbuch/New York City/Krimi/

 Mary Higgins CLARK: Stille Nacht. Mary Higgins CLARK: Stille Nacht.   Neu 
(Silent night., 1995)
188 S., ISBN: 978-3-453-43395-3
München: Heyne, 2008

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Wenn man etwas ganz fest glaubt, dann hilft es vielleicht.
Brians Vater liegt frisch operiert im Krankenhaus in Manhatten. Gemeinsam mit seinem 10-jährigen Bruder und seiner Mutter wollen sie ihn besuchen. Der 7-jährige Brian will ihm unbedingt das Christophorus-Medaillon bringen, das seinem Großvater im Krieg das Leben gerettet hat. Nun soll es Brians Vater retten.
Vor dem Besuch im Krankenhaus wollen sie noch den berühmten Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center anschauen. Seine Mutter will einer Sängergruppe eine Spende geben. Dabei fällt ihr unbemerkt die Geldbörse beim Wiedereinstecken zu Boden. Eine andere Frau schnappt sie sich und verschwindet. Aber in der Geldbörse ist das Medaillon, und Brian muß es unbedingt wieder haben. Er folgt der Frau bis in ihre Wohnung.
Dort lauert der Bruder der Frau, ein Polizistenmörder, der gerade aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Er braucht Geld, denn er will sich nach Kanada absetzen, wo seine Freundin auf ihn wartet. Er nimmt Brian als Geisel mit, weil er hofft, so bei der Fahndung weniger auszufallen. Aber am Ende will er ihn ermorden. Eher zufällig fällt er in einem Imbiß doch auf, und die Jagd beginnt.
Fazit: Mary Higgins CLARK legt hier einen durchaus spannenden Weihnachtskrimi vor, auch wenn man natürlich ein weihnachtliches Ende erwartet. Berührend ist der Glaube Brians an das Christophorus-Medaillon, an dessen heilende und beschützende Kraft er fest glaubt und das ihn stark macht. Und die Frau, die die Geldbörse an sich nimmt, ist eine Getriebene der Armut: sie möchte ihrer kleinen Tochter auch Weihnachtsgeschenke kaufen. Ein stimmiger Weihnachtskrimi.

Sie vergeudeten nur Zeit. Er wollte ins Krankenhaus und zuschauen, wie Mom Dad die große Christophorus-Medaille gab, die Grandpa das Leben gerettet hatte, als er im Zweiten Weltkrieg Soldat gewesen war. Grandpa hatte sie den ganzen Krieg hindurch getragen, und sie hatte sogar eine Delle an der Stelle, wo sie von einer Kugel getroffen worden war.
Gran hatte Mom gebeten, sie Dad zu geben, und obwohl Mom beinahe aufgelacht hätte, hatte sie es versprochen ...
Brian empfand Ungeduld mit seiner Mutter. Wenn Gran daran glaubte, daß Dad sich wieder erholen würde, sobald er die Medaille bekam, dann mußte Mom sie ihm auch geben. Er war fest davon überzeugt, daß Gran recht hatte.

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