LeseTipp: David BALDACCI, Escape.

USA/Schattenwelten/Thriller/

 David BALDACCI: Escape. David BALDACCI: Escape.   Neu 
(The escape., 2014)
603 S., ISBN: 978-3-453-27010-7
John Puller 3
München: Heyne, 2015

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Die geheime Welt der Dienste.
Kann man aus Amerikas bestgesichertem Militärgefängnis ausbrechen? Im Prinzip nein, aber Robert Puller, wegen Hochverrats lebenslänglich eingesperrt, schafft es trotzdem. Weil einige Umstände gleichzeitig auftreten, deren Gleichzeitigkeit real nicht sein kann.
Sein Bruder John Puller, Top-Ermittler beim Kriminaldienst der Militärpolizei, wird von sehr hoher Stelle beauftragt, ihn zu suchen und zu finden - was jedenfalls gegen alle Militärregeln verstößt. Ihm wird die Agentin Veronica Knox zur Seite gestellt, die irgendeinem geheimen militärischen Geheimdiest angehört, und die ihn überwachen soll.
John Puller ist Soldat und damit gewohnt, sich auf den Mann neben ihm verlassen zu können. Aber in der Welt der Geheimdienste funktioniert das nicht, hier sind die Ziele undurchsichtig, gibt es Lüge und Täuschung als Standardverhalten. Aber doch - wenn es wirklich darauf ankommt, gibt es Loyalität und Vertrauen, hält einem der daneben den Rücken frei.
Wieviel David Baldacci von dieser Welt tatsächlich weiß, wie realitätsnahe seine Schilderungen und Szenarien sind, ist für einen Nicht-Amerikaner nicht erkenntlich. Und natürlich verwendet er gerne Versatzstücke aus seinen zahlreichen Romanen - aber er vermischt sie gut und lässt sie neu wirken. Eine seiner Standard- und Lieblingskonstellationen ist ein aktiver oder ehemaliger Agent eines Dienstes und eine harte, aber toughe Frau, gewöhnlich alleinstehend. Denn der Dienst am Vaterland und die Karriere lassen keine Beziehungen zu.
Fazit: Wieder einmal siegen Gier und Karrierestreben über Moral und Loyalität - und am Ende doch nicht wirklich. Bleibt nur die Frage: Wie schafft es David Baldacci, so viele spannende und gut zu lesende Romane zu schreiben?

Nein, verbesserte er sich. Diese Frau war dir wichtiger als alles andere.
So hatte er noch nie für einen anderen Menschen empfunden. Jetzt wusste er, was es bedeutete, jemanden so sehr zu wollen, dass es wehtat.
Er steckte die Tickets zurück in die Jacke und ging zum Auto.
Er hatte seinen Bruder zurückbekommen.
Und die Frau verloren, die er glaubte, lieben zu können.
Eigentlich hätte es sich ausgleichen müssen.
Aber so funktionierte es im Leben nun mal nicht.
Puller nahm seine Mütze ab und stieg in den Wagen.

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