LeseTipp: Birgit HAUSTEDT, Florenz.

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 Birgit HAUSTEDT: Florenz. Ein Reisebegleiter. Birgit HAUSTEDT: Florenz. Ein Reisebegleiter.   Neu 
(zuerst 2010), 241 S., ISBN: 978-3-458-35310-2
Insel-Taschenbücher 3610
Frankfurt: Insel TB-Verlag, 2012

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Zehn Spaziergänge durch Florenz.
Birgit HAUSTEDT stellt nicht einzelne Sehenswürdigkeiten heraus, sondern präsentiert sie in ihrem historischen Umfeld, bevorzugt anhand von Personen oder kulturellen oder gesellschaftlichen Entwicklungen:
Auf Dantes Spuren - Boccaccio und die Banken - Die Geburt der Renaissance - Das Florenz der Medici - Staatskunst und Bildhauerkunst - Die Uffizien - Florenz auf dem Weg in die Moderne - Zimmer mit Aussicht: Das Florenz der Engländer - Die Deutschen und Florenz - Florenz im 20. Jahrhundert.
Damit lädt sie zu einer anderen Sichtweise auf Florenz ein. Die hier entstandenen, bedeutenden Kunstwerke vor allem der Malerei und der Bildhauerei werden im Kontext ihrer Entstehung und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung, aber auch in ihrer gesellschaftsverändernden Rolle dargestellt.
Anhand verschiedener Autoren beschreibt sie Florenz als Sehnsuchtsort der Engländer und Deutschen im 19. und 20. Jahrhundert. Und sie stellt verschiedene Bauwerke vor, die in den Romanen eine Rolle spielen. Sehr bekannt ist die - heute nicht mehr existierende - "Pension Simi" am Lungarno delle Grazie, in der sich das Zimmer mit Aussicht von Edward FORSTER befindet. Von den deutschen Autoren waren es unter anderen Rainer Maria Rilke und Hermann Hesse, die sich literarisch mit Florenz auseiandersetzten.
Fazit: Es ist ein sehr interessanter Zugang zu den Sehenswürdigkeiten von Florenz, den Birgit HAUSTEDT in ihren zehn Spaziergängen, jeweils mit einer Orientierungskarte, bietet. Die hier vermittelten Hintergrundinformationen kommen in den üblichen Reiseführern meist zu kurz. Mitnehmen beim nächsten Florenzbesuch, um die Stadt etwas anders sehen zu können!

Literarische Texte eignen sich nicht zum schnellen Zurechtfinden in der Stadt, im Gegenteil: Oft schlagen die Autoren Umwege ein, manchmal landen wir Leser sogar in der Hölle - wie bei Dante. Doch dabei lernen wir Florenz anders kennen - und ein anderes Florenz: Nicht das steinerne Museum mit Meisterwerken, sondern eine Stadt mit Handwerkern und ihren Schwiegermüttern, mit Licht und Schatten, Gerüchen, Farben und den Spuren des Lebens.

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