LeseTipp: Frederick FORSYTH, Die Todesliste.

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 Frederick FORSYTH: Die Todesliste. Frederick FORSYTH: Die Todesliste.   Neu 
(The kill list., 2013)
317 S., ISBN: 978-3-570-10166-7
München-Gütersloh: Bertelsmann, 2013

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Schön, wenn sie die Guten wären.
Sie, die für die Geheimdienste arbeiten, für die geheimen Dienste oder für jene, die so geheim sind, daß es sie offiziell gar nicht gibt. So eine geheime Organisation ist J-SOC, und diese erstellt die sogenannte, ganz geheime "Todesliste" mit den Namen jener, die als so gefährlich für die USA gelten, daß sie ohne Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet werden.
Ganz oben auf dieser Todesliste steht der Prediger. Der Mann, der durch seine Online-Hasspredigten junge Islamisten in England und in den USA dazu bringt, die Repräsentanten dieser Systeme zu ermorden.
TOSA ist eine ganz geheime militärische US-Organisation, deren Aufgabe es ist, Terroristen zur Strecke zu bringen. Dort arbeitet der "Spürhund", ein ehemaliger Marine, und er soll den Prediger finden. Mit Hilfe eines Computer-Freaks gelingt es, die Verbindungsleute des Predigers und schließlich auch dessen Identität und Aufenthaltsort in Somalia herauszufinden. Die Jagd kann beginnen, und weil Forsyth schließlich Engländer ist, wird den schwierigen ausführenden Part schließlich eine englische Spezialtruppe übernehmen: der Special Air Service SAS.
Fazit: Frederick Forsyth ist eigentlich ein Militär, überzeugt von der Überlegenheit militärischer Hierarchien und Befehlsstrukturen. Und er glaubt, daß dort die Guten sind. Darauf bauen seine Bücher auf. Hier verfällt er zusätzlich dem Mythos von der Allmacht des Computers und des Internets, und er lässt natürlich das Klischee des weltfremden, in seiner Höhle sitzenden Neards nicht aus. Und alles läuft etwas zu glatt und problemlos, ja irgendwie naiv.
Aber Forsyth recherchiert gut und detailreich - ob es immer stimmt, ist eine andere Frage - und lässt den Leser in die Welt dahinter blicken. Das macht das Buch interessant, es ist spannend und liest sich flüssig. Und manchmal wünscht man, dort wären wirklich die Guten.

Nine/Eleven hatte eine grundlegende Veränderung in der Haltung des amerikanischen Militärs und der Regierung gegenüber allem bewirkt, was auch nur im Entferntesten als vorstellbare Bedrohung der USA gesehen werden konnte. Die nationale Alarmbereitschaft näherte sich Schritt für Schritt der Paranoia, und die Folge war eine explosive Expansion der Welt der »Nachrichtendienste«. Aus den ursprünglich sechzehn Informationen sammelnden Diensten der USA wurden mehr als tausend.

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