Weihnachtskerzen

„Winter lässt sein graues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land”
Eduard Mörike (1804-1875), dt. Lyriker


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LeseTipp: Ragnar JÓNASSON, Todesnacht.

Island/Thriller/

 Ragnar JÓNASSON: Todesnacht. Ragnar JÓNASSON: Todesnacht.
(Myrknaetti., 2011)
329 S. S., ISBN: 978-3-651-00053-7
Bern usw.: Scherz, 2013

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Auch im einsamen Siglufjördur in den isländischen Westfjorden kann einiges los sein.
Elias Freysson wird ermordet aufgefunden. Erschlagen mit einem Brett bei Bau eines Hauses für einen ehemaligen Arzt, der wegen Trunkenheit und dadurch verursachten schweren Kunstfehlern seine Zulassung verloren hat. Sollte vielleicht er ermordet werden?
Doch schon bald zeigt sich, daß Elias eine dunkle Seite hatte. Sein Engagement in einem Wohlfahrtsverein diente eher der Geldwäsche, denn die Polizei findet in seiner Wohnung eine Tasche voll Geld. Ari, der Polizist aus Siglufjördur, ermittelt in diesem Fall gemeinsam mit der Polizei von Akureyri. Doch er ist nicht so ganz bei der Sache, denn seine Exfreundin Kristín ist dorthin gezogen - und Ari kann sie nicht vergessen.
Dann gibt es noch Ísrún, die bei einem Fernsehsender arbeitet und zufällig auf den Mordfall stösst. Sie fährt nach Siglufjördur, um selbst dort zu ermitteln. Denn sie verbindet ein dunkles Geheimnis mit Elias.
Fazit: Ragnar Jónasson legt den Krimi (Thriller kann man ihn nicht nennen) breit an und gibt den Lebenswelten von Ari, Kristín, Ísrún und auch Elias Raum. Allerdings gelingt es ihm nicht, die Fäden in der Hand zu behalten. Der eher einfache Plott gewinnt nicht an Spannung oder Tiefe, sondern zerfranst und verliert sich irgendwie. Obwohl es eine Auflösung gibt, bleibt zu vieles offen und unbestimmt.

Jónatan schaute aus dem Fenster, kaum jemand unterwegs. Hoffentlich hatte das Kreuzfahrtschiff abgelegt und die Touristen mitgenommen. Die Veränderungen im Ort gefielen ihm nicht; Bautätigkeit, Cafés und Restaurants, ein neuer Tunnel. Mit dem Frieden war es vorbei. Dieser Tunnel war ein wahrer Fluch. Das friedliche Leben und die Abgeschiedenheit waren dahin.

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