LeseTipp: Arnaldur INDRIÐASON, Eiseskälte.

Island/Krimi/

 Arnaldur INDRIÐASON: Eiseskälte. Island-Krimi. Arnaldur INDRIÐASON: Eiseskälte. Island-Krimi.
(Furdustrandir., 2010)
396 S., ISBN: 978-3-7857-2462-0
Kommissar Erlendur 11
Köln: Lübbe, 2012

Bewertung
Bewertung: 5 Sterne

Rezension

Die Stürme der Ostfjorde verwehen die Spuren. Erlendurs letzter Fall.
In der 2. Januarhälfte 1942 überquert ein Trupp von 60 britischen Besatzungssoldaten aus Reyðarfjörður die Irrlichtspalte auf dem Weg nach Eskifjörður. Unterwegs geraten sie in ein Unwetter. Einem Soldaten gelingt es, einen Hof zu erreichen, so daß ein Suchtrupp 48 Soldaten sicher ins Tal bringen kann. Auch die Leichen der toten Soldaten können in den nächsten Tagen geborgen werden.
Am selben Tag war Matthildur, die Frau eines Bauern, den Weg in umgekehrter Richtung gegangen. Aber niemand von den Soldaten hatte sie gesehen, ihre Leiche wurde nie gefunden. Ebensowenig wie die Leiche von Erlendurs jüngerem Bruder, der einige Jahre später bei einem Unwetter verloren ging. Seit Jahren versucht Erlendur, dessen Schicksal aufzuklären. Er fährt immer wieder in die Ostfjorde, wo er im ehemaligen Haus seiner Eltern übernachtet und durch die Berge streift.
Daher interessiert ihn das Verschwinden von Matthildur besonders. In vielen Gesprächen gelingt es ihm schließlich, die Hintergründe herauszuarbeiten und den Fall letztendlich zu klären - auch wenn es praktisch niemanden mehr interessieren wird, denn die Beteiligten sind tot oder sehr alt. Und schließlich glaubt Erlendur auch, eine Spur von seinem Bruder gefunden zu haben.
Fazit: in seinem (wahrscheinlich) letzten Fall erfüllt sich Erlendurs Schicksal und schließt sich der Kreis seines Lebens.

Daníel senior hatte nicht gewusst, was er da auf seinem Weg an der Nordseite des Harðskafi gefunden hatte, es aber trotzdem in die Tasche gesteckt, denn er interessierte sich für Tierknochen, die er auf seinen Streifzügen fand. Daníel war Amateur. Vielleicht hatte er sich vorgenommen, später einmal herauszufinden, was für Knochen das waren, hatte sie möglicherweise zu einem Spezialisten schicken wollen. Aber dazu war er nicht gekommen. Dabei hätte sich vermutlich herausgestellt, was für Knochen er gefunden hatte. Man hätte nachgefragt, und jemand hätte sich an den verschollenen Jungen erinnert.

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