LeseTipp: Magdalen NABB, Tod eines Holländers.

Maresciallo Guarnaccia/Toskana/Florenz/Krimi/

 Magdalen NABB: Tod eines Holländers. Magdalen NABB: Tod eines Holländers.
(Death of a dutchman., 1982)
284 S., ISBN: 3-257-22450-8
Maresciallo Guarnaccia 2
Zürich: Diogenes TB-Verlag, 1992

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Wachtmeister Guarnaccia ermittelt.
Signora Giusti, eine alte einsame Frau, ruft manchmal mehrmals pro Tag im Carabinieri-Wachzimmer an der Piazza Pitti an, um sich über irgendetwas zu beschweren. Diesmal sind es Geräusche aus der Nebenwohnung, die größtenteils unbewohnt ist. Dort wohnt manchmal der Goldschmied Pratesi, wenn er aus Amsterdam kommt, um hier seine Geschäfte zu erledigen. Nach dem Tod seiner Mutter, einer Engländerin, hatte sich die Signora um den Jungen gekümmert, und er besucht sie immer, wenn er in Florenz ist. Nur diesmal nicht. Sie berichtet von einem Streit in der Wohnung und kann Guarnaccia schließlich zur Nachschau überreden. Er findet den Goldschmied sterbend in seinem Bett, möglicherweise Selbstmord mit einer Überdosis Schlaftabletten, oder ein Unfall.
Aber der Wachtmeister mag nicht so recht an Selbstmord glauben, da Pratesis Frau ein Kind erwartete. Und wer ist die geheimnisvolle Frau, die sich nicht meldet? Der Staatsanwalt neigt der Unfallthese zu und will den Fall abschließen. Der Carabinieri-Leutnant, der den Fall bearbeitet, glaubt auch nicht ganz an Selbstmord und Unfall, kann aber den Staatsanwalt nicht überzeugen. So lässt er Guarnaccia inoffiziell ermitteln.
Dieser entdeckt die Frau, die alle als die Mutter des Toten bezeichnen und die nach dem Tod des Vaters, ihres Gatten, spurlos verschwunden ist. Guarnaccia verfolgt sie und macht sie damit nervös, kann aber nichts weiter tun, da ja nichts gegen sie vorliegt.
Fazit: Der erste Roman mit Maresciallo Guarnaccia, in dem er Hauptprotagonist ist und nicht nur eine Nebenrolle innehat. Ganz ist er dem Fall allerdings nicht gewachsen. Aber es läuft alles viel langsamer und gemütlicher ab. Es gibt keine Handys, Telefonieren kostet Geld und man braucht eine Telefonmünze. Fast schon eine Zeitreise.

Dies war ein internationaler Handel, von dem er nichts wußte, und diese Leute, Engländer und Holländer, die in ganz Europa heimisch zu sein schienen, waren ihm fremd. Kontakt zu Ausländern hatte er nur, wenn sie verlorengegangene Pocket-Kameras meldeten. Die übrige Zeit verbrachte er mit Anzeigen von gestohlenen Autos, die nie gefunden wurden, denn nach ihnen zu suchen wäre der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gleichgekommen. Oder er machte seine Hotelrunden, um routinemäßig die Anmeldungen zu überprüfen.

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