LeseTipp: Andrea CAMILLERI, Die dunkle Wahrheit des Mondes.

Montalbano/Sizilien/Krimi/

 Andrea CAMILLERI: Die dunkle Wahrheit des Mondes. Commissario Montalbano erlebt Sternstunden. Andrea CAMILLERI: Die dunkle Wahrheit des Mondes. Commissario Montalbano erlebt Sternstunden.
(La Luna di Carta., 2004)
269 S., ISBN:
Commissario Montalbano 9
Bergisch-Gladbach: edition Lübbe, 2007

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Schwesternliebe.
Angelo und seine Schwester Michela haben ein sehr ennges Verhältnis. Sie haben ein gemeinsames Bankkonto, und die Schwester weiß über alle Schritte des Bruders Bescheid. Sie dominiert ihn. Aber jetzt ist Angelo verschwunden. Und wie der Commissario bald herausfindet, ermordet worden, dem ersten Eindruck nach beim Geschlechtsverkehr.
Angelo hatte immer wieder Freundinnen, aber keine feste Bindung. Die aktuelle Freundin Elena ist verheiratet, aber die Beziehung hatte das Einverständnis des Ehegatten. Oder wurde der vielleicht doch eifersüchtig und hat Angelo ermordet?
Sehr merkwürdig ist auch, daß Angelo Elena teure Geschenke, darunter ein Sportauto, gemacht hatte, ohne Geld vom gemeinsamen Konto abzuheben. Waren das nur seine Provisionen als Pharmavertreter? Es zeigt sich, daß es wohl ein zweites Leben Angelos gegeben haben muß, ein Leben, von dem seine Schwester Michela nichts wußte, das sie nicht bestimmen konnte. Oder doch?
Fazit: Beide Frauen, Michela und Elena, bringen Montalbano durcheinander und scheinen einen unwiderstehlichen Reiz auf ihn auszuüben. Und seine Livia ist nicht da, um ihn aus den möglichen Fängen zu retten. Wo das wohl enden wird...

Zurück im Kommissariat ging er bei Catarella vorbei, ohne dass der ihn bemerkte, so versunken saß er vor dem Computer. Praktisch hätte ein ganzes Regiment von Verbrechern in die Büros marschieren können, ganz ohne Blutvergießen. In seinem Zimmer öffnete er das Säckchen, das Fazio ihm mitgebracht hatte, und nahm den Schlüsselbund heraus, der Angelo gehört hatte. Sofort fiel ihm ein Schlüssel auf, der genauso war wie der, den er in der Tasche hatte, und dazu diente, eine Sicherheitskassette zu öffnen. Im Allgemeinen waren diese Kassetten mit nur zwei Schlüsseln ausgestattet. Daher war der Schlüssel, den sie unter der Schublade gefunden hatten, der Ersatzschlüssel, den Angelo versteckt hielt.

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