Weihnachtskugeln

„Winter lässt sein graues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land”
Eduard Mörike (1804-1875), dt. Lyriker


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LeseTipp: Christian FRIEDL, Studien zur Beamtenschaft Kaiser Friedrichs II.

Sizilien/Friedrich II./Geschichte/

 Christian FRIEDL: Studien zur Beamtenschaft Kaiser Friedrichs II. im Königreich Sizilien (1220 - 1250). Christian FRIEDL: Studien zur Beamtenschaft Kaiser Friedrichs II. im Königreich Sizilien (1220 - 1250).
IX, 633 S., ISBN: 3-7001-3529-7
Wien: Verlag d. Österr. Akademie d. Wissenschaften, 2005

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Verwaltung im Königreich Sizilien.
Die umfangreiche Arbeit befasst sich mit den "dezentralen", von Kaiser Friedrich II. geschaffenen Verwaltungsstrukturen, mit den Provinzbehörden. Die einzelnen Ämter werden ausführlich beschrieben, ebenso ihr Aufbau, Hierarchie und Wechselwirkung. Auf einzelne Amtsträger, ihren Lebenshintergrund und ihre Karrieremöglichkeiten wird eingegangen.
Fazit: Christian Friedl wählt nicht den von anderen Autoren bevorzugten theoretischen Ansatz, sondern stellt die Verwaltungsrealität, den pragmatischen Umgang mit den alltäglichen Notwendigkeiten, in den Mittelpunkt. Er geht der Frage nach, wie die unterschiedlichen Titulaturen im praktischen, alltäglichen Verwaltungsvorgang tatsächlich zu bewerten sind. Natürlich ein überbordendes Werk, das in seiner Detaillierung und Genauigkeit in erster Linie für die Fachwelt interessant ist. Aber einzelne Kapitel bieten auch dem interessierten Laien durchaus interessanten Lesestoff.

Friedrich II. ist es nämlich gelungen, das traditionelle Feudalsystem des Südreichs, in dem die „Beamtenschaft“ vielfach von den Grafen oder Baronen in deren Herrschaftsbereich selbst ernannt worden war, aufzubrechen, die Behörden auszubauen und zentral an seine eigene Person zu binden. Zwar blieb der höhere Adel weiterhin eine vom Kaiser hochgeschätzte Personengruppe, aus der er die höchsten Würdenträger des Reichs berief, doch zeigt sich auf vielen Verwaltungsebenen, daß der Vorteil der adeligen Herkunft immer öfter von Kriterien wie „Sachkenntnis“ oder „Erfahrung“ verdrängt wurde, wenn es um die Berufung in eines der Ämter im Regnum oder dessen Provinzen ging.

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