Weihnachtskerzen

„Winter lässt sein graues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land”
Eduard Mörike (1804-1875), dt. Lyriker


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LeseTipp: Theodor WOLFF, Die Wilhelminische Epoche.

Albert Ballin/Biografie/

 Theodor WOLFF: Die Wilhelminische Epoche. Fürst Bülow am Fenster und andere Begegnungen. Theodor WOLFF: Die Wilhelminische Epoche. Fürst Bülow am Fenster und andere Begegnungen.
(Der Marsch durch zwei Jahrzehnte., 1936)
L, 435 S., ISBN: 3-610-08522-3
Frankfurt: Athenäum, 1989

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Im hier besonders interessierenden Beitrag "Der Jude Ballin" (218-258) geht Theodor Wollff sehr stark auf die Person Ballins ein. Es muß sich um einen sehr beeindruckenden Menschen gehandelt haben, dessen politische Ansichten denen Wolffs entgegenstanden, den aber aber trotzdem schätzte. Natürlich nützte Ballin die Expansionsbestrebungen des Wilhelminischen Zeitalters, wobei sein Interesse vor allem der HAPAG-Handelsflotte im Speziellen, aber auch maritimen Fragen im Allgemeinen galt. Obwohl er als "Freund des Kaisers" galt, war sein politischer Einfluß gering. Er erkannte rechtzeitig, daß die Flottenfrage der entscheidende Knackpunkt in den Beziehungen zu England war, sah frühzeitig die daraus resultierende Kriegsgefahr - und konnte den Weg Deutschlands doch nicht ändern.
Fazit: Ein sehr persönliches Porträt dieses beeindruckenden Albert Ballin.

Ohne die Wirkung anderer Eindrücke zu unterschätzen, muß man sagen, daß der "Freund des Kaisers" unter der Tragik der Herzensbeziehung zerbrach, die ihn an dieses Reich und an die Person dieses nun zum Flüchtling gewordenen Monarchen band. Er hatte nicht die taustarken Nerven und die feste Haut der anderen und war entschieden zu sentimental.

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