LeseTipp: Arnaldur INDRIÐASON, Engelsstimme.

Island/Krimi/

 Arnaldur INDRIÐASON: Engelsstimme. Island-Krimi. Arnaldur INDRIÐASON: Engelsstimme. Island-Krimi.
(Röddin., 2002)
379 S, ISBN: 978-3-404-15440-1
Kommissar Erlendur 5
Bergisch-Gladbach: Bastei-Lübbe TB, 2006

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Ein seltsamer Fall: ein Portier eines angesehenen Hotels in Reykjavík wird in der Kammer, die er im Hotel bewohnte, erstochen aufgefunden, aber niemanden interessiert es wirklich. Der Hotelmanager fürchtet nur um den Ruf des Hotels und die Gäste. Und obwohl der Mann seit 20 Jahren als Portier tätig war, will ihn niemand näher gekannt haben.
Kriminalkommissar Erlendur findet heraus, daß der Ermordete ein Kinderstar war, der in seiner Jugend eine "Engelsstimme" hatte und auf zwei Schallplatten verewigt ist. Da ihm der ganze Fall sehr seltsam vorkommt, quartiert er sich im Hotel ein, und so besser an Hintergrundinformationen heranzukommen.
Wie schon in früheren Romanen benutzt der Autor das Schema der zwei Zeitebenen, wodurch der Leser etwas mehr weiß als das Ermittlerteam (Sigurdur Óli und Elínborg bleiben diesmal ein wenig blass), ohne aber die Spannung zu zerstören. Und natürlich hat Erlendur wie immer Probleme mit seiner eigenen Jugend, seiner drogenabhängigen Tochter Eva Lind und mit einer neuen Frau, die er kennenlernt.
Fazit: gewohnte Qualität und ein weihnachtliches Island.

All das ging Erlendur durch den Kopf, bis er auf einmal die Platte kratzen hörte. Derartige Gedanken hatte er sich schon lange nicht mehr gestattet, aber auf einmal brachen die Erinnerungen über ihn herein, und er verspürten wieder diese tiefe Trauer, von der er wusste, dass sie niemals ganz in Vergessenheit geraten würde. Eine solche Macht ging von dieser Knabenstimme aus.

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