Weihnachtsbaum

„Winter lässt sein graues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land”
Eduard Mörike (1804-1875), dt. Lyriker


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LeseTipp: Anne HOLT, Das achte Gebot.

Norwegen/Anne Holt/Krimi/

 Anne HOLT: Das achte Gebot. Anne HOLT: Das achte Gebot.
(Død joker., 1999)
444 S., ISBN: 3-492-23581-6
München: Piper, 2003

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Eine eindeutige Situation: der Oberstaatsanwalt Sigurd Halvorsrud sitzt neben seiner enthaupteten Frau, sein Polohemd mit Blutspritzern bedeckt. Und doch ein verzwickter Fall. Denn er behauptet nicht nur, nicht der Mörder zu sein, sondern diesen zu kennen. Nur dummerweise handelt es sich dabei um Stale Salvesen, der ein paar Tage zuvor von einer Brücke gesprungen und dabei beobachtet worden war.
Und die Verdachtsmomente gegen den Oberstaatsanwalt verdichten sich. Im Keller von Stalvesens Wohnung wird der Journalist Evald Bromo ermordert aufgefunden, und überall sind seine Fingerabdrücke. Auf einer schwedischen Bank wird eine größere Summe entdeckt, die ihm zu gehören scheint.
Dennoch hat Hauptkommissarin Hanne Wilhelmsen Zweifel. Zu konstruiert erscheint ihr die Beweiskette. Besonders, als sie erkennt, daß der Selbstmord Stalvesens problemlos vorgetäuscht sein könnte.
Aber es kostet sie zu viel Kraft, ihre Meinung gegen den allgemeinen Tenor zu vertreten. Denn sie hat massive private Probleme: ihre Geliebte Cecilie ist totkrank und wird sterben. Und Hanne hat nicht genügend Zeit für sie. Denn sie muß diesen Fall gegen den Widerstand ihrer Kollegen aufklären. Erst dann wird es ihr möglich sein, Cecilie in ihren letzten Wochen zu begleiten.
Fazit: vielleicht nicht der spannendste Krimi, aber gerade die persönlichen Hintergründe der Ermittler machen die Stärke der "nordischen Krimis" aus.

"Cecilie war bewußtlos. Als Hanne sich neben das Bett setzte, wußte sie Bescheid. Cecilie wog knapp fünfundvierzig Kilo und hatte keine Reserven mehr.
Hanne sprach die ganze Zeit mit Cecilie. Sie streichelte ihr behutsam das Haar und erzählte die Dinge, über die zu sprechen ihr bisher immer der Mut gefehlt hatte. Sie hatte nicht mit Cecilie darüber gesprochen, und auch sonst mit niemandem.
"Als der Morgen kam, starb Cecilie Vibe.
Es geschah ganz lautlos, ein kurzes Zucken huschte über ihre Augen, dann war es zu Ende. Hanne Wilhelmsen hielt noch eine weitere Stunde die Hand ihrer Geliebten."

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