LeseTipp: Magdalen NABB, Tod im Palazzo.

Maresciallo Guarnaccia/Toskana/Florenz/Krimi/

 Magdalen NABB: Tod im Palazzo. Magdalen NABB: Tod im Palazzo.   Neu 
(The Marshal makes his report., 1991)
291 S., ISBN: 3-257-22759-0
Maresciallo Guarnaccia 8
Zürich: Diogenes TB-Verlag, 1995

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Ein unheimlicher Palazzo.
Wachtmeister Guarnaccia muß den Tod von Buongianni Corsi, dem Eigentümer des Palazzo Ulderighi, untersuchen - Mord, Selbstmord oder Unfall. Die Familie ist mit dem Oberstaatsanwalt befreundet, der ihm den Untersuchungsauftrag erteilt hat. Damit ist dem Wachtmeister auch das gewünschte Ergebnis klar: Unfall. Denn nur so kann die Familie die Versicherungssumme kassieren. Geld, das offenbar dringend benötigt wird. Denn der Großteil des Palazzo ist vermietet, und die Marchesa schätzt die Mieter nicht besonders.
Guarnaccia fürchtet seine Versetzung, wenn er etwas Falsches tut oder zu einem unerwünschten Ergebnis kommt. Und seine Frau und seine Söhne haben sich gerade erst eingewöhnt in Florenz. Aber trotzdem muß er ermitteln, nicht nur pro forma, gegen seinen inneren Widerstand. Der ganze Palazzo ist ihm unheimlich, macht ihm Angst. Es gibt dort einige seltsame Gestalten, und Guarnaccia fühlt sich immer beobachtet. Im Turm mit gutem Blick auf die andere Bewohner lebt der kränkliche Sohn der Familie, der den Turm praktisch nie verlässt, aber alles beobachtet. Und er bringt Guarnaccia schließlich auf die richtige Spur.
Fazit: Der achte Fall von Maresciallo Guarnaccia kann nicht so ganz überzeugen. Magdalen Nabb hat scheints einen ähnlichen Widerstand gegen den Roman gehabt wie der Wachtmeister gegen seine Ermittlungen. So bleibt die Geschichte irgendwie dünn, und auch das Ergebnis der Untersuchung erahnt man schon bald. Richtige Spannung will nicht aufkommen, irgendwie seht man als Leser das Ende herbei.

Angst wovor? Als die beiden aus dem Atelier traten hinaus in das musikerfüllte Halbdunkel der Kolonnade wußte er, daß er wirklich Angst hatte. Er konnte es sich nicht erklären, weil es keine Erklärung gab. Er fürchtete sich vor diesem Haus.

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