LeseTipp: Yrsa SIGURÐARDÓTTIR, Die eisblaue Spur.

Island/Krimi/

 Yrsa SIGURÐARDÓTTIR: Die eisblaue Spur. Yrsa SIGURÐARDÓTTIR: Die eisblaue Spur.
(Auðnin., 2008)
338 S., ISBN: 978-3-596-18343-2
TB 18343
Frankfurt: Fischer TB-Verlag, 2009

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Diesmal verschlägt es die Reykjavíker Anwältin Dóra Guðmundsdóttir ins eisige Grönland. Dort soll nahe dem Dorf Kaannek ein Bergwerk errichtet werden. Allerdings sind die Arbeiten der isländischen Bergbaufirma verzögert und es drohen Pönalezahlungen. Diese will die Bank, für die Matthias, Dóras Lebenspartner, arbeitet, unbedingt vermeiden. Und so sollen er, Dóra und ein paar weitere Leute das Camp inspizieren und herausfinden, warum sich die Belegschaft weigert, wieder hierher zu kommen.
Die Geologin Oddný Hildur ist vor Winterbeginn spurlos aus dem Camp verschwunden. Die Stimmung im Team verschlechterte sich, der schwule Ingenieur Arnar wurde gemobbt, die Einheimischen waren feindseelig und meinten, das Camp stehe an einem bösen Ort. Schließlich blieben nur zwei Bohrmänner im Camp zurück. Dann brach auch der Kontakt zu ihnen ab.
Als Dóra und die Gruppe das Camp erreichen, fehlt von den Bohrmännern jede Spur. Dafür finden sich auf den Computern seltsame Fotos und Videos, und in den Laden der Mitarbeiter Knochen. Und schließlich finden sie im Kühlhaus eine Leiche - aber es ist keiner der Vermißten. Die Satelitenschüsseln für Telefon und Internet sind zerstört worden, es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt. Als endlich der Schneesturm nachlässt, können sie über das Telefon einer Dorfbewohnerin Kontakt mit der grönländischen Polizei aufnehmen.
Fazit: Eine sehr fremde Umgebung für die Anwältin Dóra, aber eine sicherlich vertraute für die Autorin Yrsa. Somit spürt man im Krimi die Authentizität und fröstelt mit den Eingeschlossenen im Camp.

Kurz darauf landete das Flugzeug sanft. Die Passagiere gingen von Bord, voller Erwartungen, aber auch ein bisschen ängstlich. Alle außer einem. Dieser Passagier hatte sich geschworen, nie mehr herzukommen. Grauenhafte Erinnerungen, die sich nicht verdrängen ließen, kamen hoch.
Im Grunde war es sehr ungewöhnlich, dass dieser Passagier noch einmal zurückkehrte. Auf dem Dach des Flughafengebäudes krächzte eine blauschwarze Krähe, erhob sich in die Lüfte und flog hinaus in die Ödnis.

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