Weihnachtsbaum

„Winter lässt sein graues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land”
Eduard Mörike (1804-1875), dt. Lyriker


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LeseTipp: Simone BUCHHOLZ, Beton Rouge.

Hamburg/Krimi/

 Simone BUCHHOLZ: Beton Rouge. Kriminalroman. Simone BUCHHOLZ: Beton Rouge. Kriminalroman.
250 S. S., ISBN: 978-3-518-46785-5
Chas Riley 7
Frankfurt: Suhrkamp, 2017

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Von Beton keine Spur.
Zwei Manager eines Verlagshauses werden vor dem Eingang nackt in einem Käfig gefunden. Sie waren bei den Mitarbeitern nicht besonders beliebt, da sie altgediente Journalisten durch billige Anfänger ersetzten. Die Staatsanwältin Chastity Riley untersucht den Fall. Aber bald stellt sich heraus, daß die beiden Manager und der Vorstandsvorsitzende gemeinsam in einem Internat in Bayern waren und dort einen Mitschüler brutal drangsalierten. Hier scheint eher das Motiv für die Taten zu liegen. Und dann verschwindet auch der Vorstandsvorsitzende.
In Chas Privatleben herrscht Chaos, die Beziehungen ihrer Freunde scheinen sich aufzulösen. Es wird viel getrunken und geraucht. Aber wenn man die vorhergehenden Romane nicht gelesen hat, bleiben die Figuren und ihre Beziehungen schemenhaft.
Fazit: Der in manchen Rezensionen so hochgelobte 7. Roman um die Staatsanwältin Chastity Riley zählt leider zu ihren Schwächeren. In einer sehr flapsigen Sprache werden die Ereignisse mehr angedeutet als beschrieben. Und viel zu früh wird private Rache aus der Jugendzeit als Tatmotiv deutlich - auch das ist alles sehr klischeehaft. Simone Buchholz steht - wie viele andere Serienautorinnen und -autoren - vor dem Problem, daß ihre tragende Figur ziemlich abgelutscht wirkt und sich nicht mehr weiter entwickeln kann. Außerdem hat man den Eindruck, hier mußte ein Fortsetzungsband geliefert werden, ohne daß ein tragfähiger Plot oder eine zündende Idee vorlag. Und Beton kommt auch nicht vor: Niemand wird in Beton eingegossen oder mit Betonfüßen versenkt. Da haben wir schon Besseres von der Autorin gelesen.

Stepanovic fährt uns gewohnt schnittig in den nördlichen Teil der Stadt, und ich mache die zwei Anrufe, die es braucht, um herauszufinden, wo genau Sebastian Schmidt gerade ist: in den Räumen der Mordkommission, im Büro von Kriminalhauptkommissar Vito Calabretta. Schmidt sitzt beim Calabretta wegen Fahrerflucht mit Todesfolge.
Und er sitzt da nicht als Zeuge.
Er sitzt da als Hauptverdächtiger.

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