LeseTipp: Andrea CAMILLERI, Der Hund aus Terracotta.

Montalbano/Sizilien/Krimi/

 Andrea CAMILLERI: Der Hund aus Terracotta. Commissario Montalbano löst ein Rätsel. Andrea CAMILLERI: Der Hund aus Terracotta. Commissario Montalbano löst ein Rätsel.
(Il Cane di Terracotta., 1996)
351 S., ISBN: 978-3-404-92065-5
Commissario Montalbano 2
Bergisch-Gladbach: Bastei-Lübbe TB, 2000

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Commissario Montalbano klärt einen 50 Jahre alten Mordfall.
Der Mafioso Tano u Grecu lässt sich von Montalbano verhaften, weil er konkurrierende Mafiaclans mehr fürchtet als die Polizei. Aber die kann ihn nicht schützen, und kurz vor seinem Tod verrät er Montalbano eine Höhle, in der Waffen gelagert sind. Damit kommt Montalbano einem Waffenhandel auf die Spur. Hinter der Höhle ist allerdings noch eine Höhle verborgen. Und in dieser findet er die mumifizierten Leichen einer Frau und eines Mannes, die in einem christlich-arabischen Bestattungsritual mit einem Krug, einer Schüssel mit Münzen und einem Hund aus Terracotta arrangiert sind.
Der Mord fand im Sommer 1943 statt, als Sizilien von den Alliierten bombardiert und dann befreit wurde. Die näheren Umstände zu ermitteln ist im Chaos der Zeit natürlich schwer. Der Grund, auf dem sich die Höhle befindet, gehört einer übel beleumundeten Familie, deren letztes Mitglied allerdings in den Wirren von 1943 verschwand und wahrscheinlich tot ist. War er der Mörder?
Fazit: Der zweite Fall mit Commissario Montalbano spielt eigentlich in der Vergangenheit und ist eine etwas verworrene Geschichte. Sie zu verfolgfen befriedigt zwar das Ego des Kommissars - und beleuchtet die literarische Bildung des Autors -, macht aber eigentlich keinen Sinn und ist nur mäßig spannend. Und eigentlich ist Montalbano kein besonders liebenswerter Mensch.

Zu Füßen des Paares der Hund aus Terracotta. Er war etwa einen Meter lang und grauweiß, die Farben unversehrt. So hatte ihn der Künstler, von dessen Hand er stammte, gesehen: die Vorderpfoten ausgestreckt, die Hinterbeine angezogen, das Maul, aus dem die rosa Zunge heraushing, halboffen, die Augen wachsam: So lag er zwar, jedoch in der Position eines Bewachers.

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