Weihnachtskugeln

„Winter lässt sein graues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süße, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land”
Eduard Mörike (1804-1875), dt. Lyriker


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LeseTipp: Uwe A. OSTER, Die Frauen Kaiser Friedrichs II.

Porträts/Friedrich II./Biografie/

 Uwe A. OSTER: Die Frauen Kaiser Friedrichs II. Uwe A. OSTER: Die Frauen Kaiser Friedrichs II.
285 S, ISBN: 978-3-492-04899-6
München: Piper, 2008

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Uwe A. Oster hat vor allem den Menschen Friedrich im Blick, dem er sich über seine vier Frauen nähert. Ein schwieriges Unterfangen. Denn schon über die Person des Kaisers gibt es kaum verläßliche Nachrichten, zu sehr ist er hinter den Bilder der Repräsentation versteckt. Noch dürftiger aber ist die Quellenlage, was die Frauen im Mittelalter betrifft. Selbst die Geburts- und manchmal die Todesdaten sind nicht immer gesichert oder überhaupt bekannt.
Nach der Mutter Konstanze de Hauteville widmet sich Oster den vier Ehefrauen - Konstanze von Aragonien, Isabella von Brienne, Isabella von England und Bianca Lancia (wobei sich Oster über diese Ehe nicht vollkommen sicher ist) -, beschreibt auch die geplante, aber von der Braut abgesagte Ehe mit Gertrud von Österreich und endet mit der Enkelin Friedrichs, Konstanze II. von Aragonien. Der Tochter Manfreds gelang es mit ihrem Gatten, Peter III. von Aragonien, Insel-Sizilien zurückzuerobern und Karl I. von Anjou auf das Festland zu vertreiben.
Fazit: Aus einer etwas ungewöhnlichen Perspektive - von seinen Frauen her - beschreibt Uwa A. Oster Leben und Wirken von Friedrich II. Er bedient sich hier verschiedener Quellen und Dokumente, die in anderen Biografien weniger Beachtung gefunden haben. Inwieweit jedoch sein Bild des Kaisers und seiner Frauen realitätsnah ist, bleibt ungewiss. Aber interessant zu lesen.

In diesem Buch soll der Staufer einmal aus einer ungewohnten Perspektive betrachtet werden: aus jener der Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben -von der Mutter über die Ehefrauen und die Geliebte bis hin zur Enkelin. Doch haben sie überhaupt eine Rolle gespielt? Im Falle seiner Mutter ist diese Frage leicht zu beantworten. Ihr, Konstanze de Hauteville, verdankte Friedrich den sizilianischen Königsthron; sie war es, die sein Erbe nach dem frühen Tod des Vaters gesichert hat. Doch bei den Ehefrauen und der Geliebten ist diese Frage schon schwerer zu beantworten. Das liegt auch daran, dass im Mittelpunkt der zeitgenössischen Quellen natürlich Friedrich stand und sich die Lebensgeschichte der Frauen oft nur in mühsamer Kleinarbeit aus wenigen Hinweisen oder indirekt über die Biografie des Kaisers erschließen lässt.

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