LeseTipp: Arnaldur INDRIÐASON, Todesrosen.

Island/Krimi/

 Arnaldur INDRIÐASON: Todesrosen. Island-Krimi. Arnaldur INDRIÐASON: Todesrosen. Island-Krimi.
(Dauðarósir., 1998)
300 S, ISBN: 978-3-7857-1612-0
Kommissar Erlendur 2
Bergisch-Gladbach: edition Lübbe, 2008

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Auch in seinem zweiten Krimi mit Kommissar Erlendur thematisiert der Autor den Zerfall der isländischen Gesellschaft, der sich in der Entvölkerung der ländlichen Bereiche, der Verstädterung und der damit zusammenhängenden Drogenabhängigkeit vieler Jugendlicher zeigt.
Eine junge drogenabhängige Prostituierte wird am Grab des Freiheitskämpfers Jón Sigurðsson gefunden, sie stammte wie er aus den Westfjorden. Besteht hier ein Zusammenhang? Die Westfjorde sind von der Entvölkerung als Folge des Quotensystems für den Fischfang besonders betroffen. Eine Firma aus Reykjavík, die einem Bauunternehmer gehört, hat hier massiv Quoten aufgekauft und so den Einwohnern - Fischern - die Lebensgrundlage entzogen.
Hat die Ermordete mit dem Bauunternehmer, einer schillernden Figur am Rande der Legalität, zu tun gehabt? Warum fragte sie sich, woher all die Leute kommen sollten für die neuen Wohnviertel, die der Bauunternehmer errichtete?
Fazit: es ist wahrlich kein schönes Bild, das hier von Island und seiner Gesellschaft gezeichnet wird. Noch nicht so routiniert wie in den folgenden Romanen, aber sehr interessant und lesenswert.

Die wenigen Morde, die in Reykjavík geschahen, wurden meist im Alkoholrausch verübt und waren schnell aufgeklärt. Der Unglücksmensch wurde dann verhaftet und ins Gefängnis nach Litla-Hraun geschafft. Ganz selten einmal kam es vor, daß man den Mörder erst nach einigen Tagen fand. Normalerweise stellten sie sich selber oder konnten nach kurzer Ermittlung aufgespürt werden. Gefunden wurden sie immer.

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