LeseTipp: Jón Kalman STEFÁNSSON, Sommerlicht, und dann kommt die Nacht.

Island/Erzählungen/

 Jón Kalman STEFÁNSSON: Sommerlicht, und dann kommt die Nacht. Jón Kalman STEFÁNSSON: Sommerlicht, und dann kommt die Nacht.
(Sumarljós og svo kemur nóttin., 2005)
311 S, ISBN: 978-3-15-020878-6
Stuttgart: Reclam, 2008

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Erzählungen aus einem 400-Seelen-Dort im Westen Islands.
In acht Miniaturen erzählt der Autor von den Bewohnern und den Ereignissen, ihren Beziehungen und Begegnungen. Da ist die Strickwarenfabrik, die schließen muß, als ihr Direktor sich der Astronomie zuwendet. Einige Jahre später wird die unnahbare Schönheit des Dorfes hier das erste Restaurant eröffnen. Da scheint es in der Lagerhalle des Genossenschaftsladens zu spuken, und obwohl ein neuer Leiter bestellt wird, ist die Schließung absehbar. Da werden Feste gefeiert uns es wird versucht, so etwas wie ein Kulturleben zu etablieren. mit Kinovorführungen und monatlichen Veranstaltungen des Astronomen. Sex und Trinken spielen eine große Rolle - weil das Leben so ereignisarm und es den Großteil des Jahres dunkel ist?
Fazit: Jón Kalman Stefánsson beschreibt in einer lakonischen Poesie Leben und Alltag in einem kleinen isländischen Dorf, weitab von Reykjavík, in dem alle einander kennen und alles übereinander wissen. Das Jahr verläuft beschaulich, aber die zwischenmenschlichen Spannungen und Probleme gibt es auch hier. Und Alkohol, mit dem die Isländer nicht entspannt umgehen können.

Kjartan verkaufte tatsächlich den Hof, jeden Halm, jeden Wiesenhöcker und jede Felskuppe oberhalb des Hauses, die Verstecke seiner Kindheit und die Aussicht über den weiten Fjord mit all seinen Inseln und Schären, er verkaufte das Vieh, die Gerätschaften, die Ställe, und dann zogen sie weg. Wie aber verabschiedet man sich von einem Berg, wie ließ man Grashalme und Bülten und die Steine auf dem Hofplatz hinter sich?

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