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Ausstellung: The Botticelli Renaissance (Berlin)

[Die Bilder wurden mit Beendigung der Ausstellung aus copyright-Gründen entfernt]

Erstmals wird das Werk Sandro Botticellis in Bezug gesetzt zu seinen Interpretationen und Paraphrasen.

Die Ausstellung des Florentiner Malers Sandro Botticelli in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin ist der Höhepunkt und die wichtigste Kunstschau im Berliner Kulturkalender im Herbst 2015.

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The Botticelli Renaissance, Ausstellungsansicht

Noch nie wurde der Versuch unternommen, den Florentiner Maler Sandro Botticelli (1445-1510) und sein OEuvre in Beziehung zu Werken der Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst, zu Mode und Design zu setzen. Die neuen Schöpfungen im „Botticelli-Style“ gehen inzwischen eigene, von den Originalen getrennte Wege. So werden Produkte nach Botticelli benannt, Selbststilisierungen in der Populärkultur folgen seinen Mustern und einzelne seiner Figuren – allen voran die „Venus“ – sind Teil eines universalen Bildgedächtnisses geworden.

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Sandro Botticelli: Venus, 1490
© Staatliche Museen zu Berlin / Jörg P. Anders
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Edgar Degas: Venus (nach Botticelli), 1858/59
© Peter Schälchli, Zürich

Sandro Botticelli war nach seinem Tod zunächst in Vergessenheit geraten. Erst um 1800 wurde er wiederentdeckt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war die englische Präraffelitenbewegung und ihre Bewunderung für Botticelli ein maßgeblicher Faktor für den Beginn dieser faszinierenden Renaissance, die immer mehr Künstler und ein stetig wachsendes Publikum in ihren Bann zog. Seither ist Botticellis Schaffen sehr unterschiedlich interpretiert worden und wirft eine Vielzahl von Fragen auf: Wie erlangte der Maler den Status universaler Berühmtheit? Wie wurde er zur Pop-Ikone? Warum gelten seine Werke als zeitlos und in einer Weise „europäisch“, dass sie sogar auf Euromünzen erscheinen? Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass Botticelli – wie kaum ein zweiter Altmeister – die Kunst der Moderne und der Gegenwart inspiriert.

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Sandro Botticelli: Bardi-Altar, 1484/85
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders

Insgesamt zeigt die Ausstellung über 130 Objekte, die von Aneignungen und modernen Interpretationen zu den altmeisterlichen Stücken führen. Zu sehen sind seltene und großformatige Originale Botticellis sowie Kunstwerke von Dante Gabriel Rossetti, Edward Burne-Jones, Edgar Degas, Elsa Schiaparelli, René Magritte, Andy Warhol, Bill Viola, Jeff Koons, Cindy Sherman und David LaChapelle. Ebenso wird auch die Welt des Designs präsentiert. Die Schau bezieht sowohl Modelabels wie Dolce & Gabbana als auch eine exklusive Autofelge mit ein und spannt einen Bogen von Simonetta Vespucci bis Lady Gaga.

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Sandro Botticelli: Portrait einer Dame (Smeralda Bandinelli), 1470-75
© Victoria and Albert Museum, London
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Antonio Donghi: Donna al caffè (Frau im Café), 1931.
© 2015 Archivio Fotografico - Fondazione Musei Civici di Venezia"

Die Ausstellung präsentiert diese bewegende Geschichte der wechselnden Aneignungen und Neubewertungen bis in die Gegenwart. Erstmals wird das Werk Sandro Botticellis – mit mehr als 40 Originalen – in einer Ausstellung in Bezug gesetzt zu seinen Interpretationen und Paraphrasen. Insgesamt werden über 130 Objekte zu sehen sein, darunter zahlreiche Meisterwerke der europäischen Kunst und großartige Leihgaben aus den bedeutenden Sammlungen der Welt.

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David LaChapelle: Rebirth of Venus, 2009
Courtesy David LaChapelle Studio
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William Bouguereau: Geburt der Venus, 1879
Öl auf Leinwand. Musée d'Orsay, Paris
Foto: © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Die Kooperation zwischen der Gemäldegalerie und dem Victoria and Albert Museum gestaltet maßgeblich das Erscheinungsbild der Ausstellung. Berlin besitzt bereits seit den ersten Jahren der Wiederentdeckung Botticellis am Anfang des 19. Jahrhunderts eine imposante Anzahl an Werken des Meisters. In der 1830 eröffneten Gemäldegalerie der damals Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin befand sich der damals größte Bestand an Botticelli-Gemälden jenseits der alten Wirkungsstätte des Meisters – Florenz. Auf diese Weise bestimmte die Gemäldegalerie die „Botticelli-Renaissance“ der folgenden Jahrzehnte wesentlich mit.

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Begleitpublikation/­Ausstellungskatalog

Stefan Weppelmann/Mark Evans (Hg): The Botticelli Renaissance. Botticelli 2015-1445
360 S. ISBN: 978-3-7774-2370-8
München: Hirmer, 2015

Wie kaum ein anderer Alter Meister hat Sandro Botticelli die Kunst der Moderne und Gegenwart inspiriert. Ikonen der Kunstgeschichte entstanden in Auseinandersetzung mit seinen Werken, deren Bann ungebrochen anhält – in bildender Kunst, zeitgenössischer Fotografie bis zu Animationsfilmen begegnen uns Botticellis Venus und ihre Entourage im Kleid moderner Interpretation. [Verlagstext]

Auf einen Blick

Flagge Deutschland

The Botticelli Renaissance (Berlin)

ausstellungsbild

Gemäldegalerie/Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
,
Tel. +49 (0)30 266 42 42 42
[24. September 2015 bis 24. Jänner 2016] | beendet

Webseite Ausstellung
Webseite Veranstalter
Porträt Sandro Botticelli
Themenkontext: Florenz

[Die Bilder wurden mit Beendigung der Ausstellung aus copyright-Gründen entfernt]

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