LeseTipp: Jutta FRINGS [u.a.], James Cook und die Entdeckung der Südsee.

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 Jutta FRINGS [u.a.]: James Cook und die Entdeckung der Südsee. Jutta FRINGS [u.a.]: James Cook und die Entdeckung der Südsee.
276 S, ISBN: 978-3-7774-2121-6
München: Hirmer, 2009

Bewertung
Bewertung: 5 Sterne

Rezension

Neben der Abbildung und Beschreibung der in der Ausstellung gezeigten Objekte enthält der Ausstellungskatalog zahlreiche Textbeiträge, die sich mit der Person James Cook, seinen Reisen, seinen wissenschaftlichen Begleitern, den Umgebungsbedigungen, aber auch mit den Auswirkungen auf die Entdeckten und die Rolle der Reisen für die Aufklärung. Die Textbeiträge sind in vier Abschnitte gegliedert.
Aus dem Inhalt:
1. James Cook
Die drei Weltreisen des James Cook | Die britische Marine zur Zeit Captain Cooks | Neuseeland - Begegnungen der Maori mit Cook | James Cook, der Entdecker? Die australische Perspektive | Captain Cook auf Vanuatu | Geschichte aus unserer Sicht - die hawaiianische Perspektive
2. Aufklärung
Das Kommunikationsgefüge europäischer Gelehrter im Zeitalter der Aufklärung | Die Aufklärung: Programm, Bewegung, Epoche | Botanik in der Zeit der Aufklärung | Zoologie in der Zeit der Aufklärung | Frühe ethnographische Sammlungen | Sir Joseph Banks - Wissenschaftler und Sammler auf der ersten Reise | Johann Reinhold und Georg Forster | John Webber - Maler und Sammler | James Burney und seine Sammlung im Naturalienkabinett Barby Stephan Augustin | Tod auf Hawai'i
3. Aufbruch zu neuen Ufern
Der Venusdurchgang - Astronomie auf der ersten Cook-Reise | Navigation im 18. Jahrhundert | Geographie und Kartographie des späten 18. Jahrhunderts | Das Leben an Bord
4. Aufeinandertreffen
Begegnungen im unbekannten Pazifik | Forsters Beobachtungen in der Südsee | Gender und Sexualität auf Cooks Reisen im Pazifik | Konflikte, tragische Momente und Gewalt | James Cook in Amerika | Die Künstler auf den Reisen des James Cook
Fazit: Ein gut aufbereitetes und sehr informatives Buch, das über die Präsentation der Ausstellung hinausgeht. Durch die breite Auseinandersetzung mit der Person James Cook, seinen Reisen und deren Auswirkungen ist es allen zu empfehlen, die sich für Entdeckungs- und Forschungsreisen länger als eine Ausstellung lang interessieren.

Die gezeigten Skulpturen Körbe, Schmuckstücke, Baststoffe, Matten, Kleidungsstücke und Werkzeuge sind für uns höchst aufschlussreich, denn viele dieser Gegenstände werden auf den Inseln nicht mehr hergestellt. ... Man mag es bedauern, dass diese großartigen Stücke nicht zurück an ihre Herkunftsorte gelangen. Doch wären sie nicht bei Entdeckungsreisen gesammelt worden, hätte man sie einfach weiter verwendet, verschlissen und schließlich weggeworfen. Dass Cook und seine Mitstreiter die Weitsicht hatten, sie zu sammeln, dass Museen und private Sammler sie über mehr als 200 Jahre hinweg sorgfältig aufbewahrten, ermöglicht uns heute, die Kreativität unserer Vorfahren zu bewundern. [Ihre Königliche Hoheit Salote Pilolevu Tuita, Prinzessin von Toga, Grußwort]

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