LeseTipp: Gunnar STAALESEN, Die Frau im Kühlschrank.

Norwegen/Krimi/

 Gunnar STAALESEN: Die Frau im Kühlschrank. Gunnar STAALESEN: Die Frau im Kühlschrank.
(Kvinnen i kjøleskapet., 1981)
223 S, ISBN: 3-442-05153-3
TB 05153
München: btb Verlag, 2000

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Stavanger hat der Ölboom und der Wechsel zur Ölstadt nicht gut getan. Nicht nur das Stadtbild ist verunstaltet, auch die sozialen Beziehungen haben gelitten. Amerikanische Ölgesellschaften haben sich hier niedergelassen, zwielichtige Gestalten treiben sich herum, jeder will nur noch Geld machen.
Auch das Wetter ist unfreundlich, als Varg Veum in der Stadt eintrifft. Sein Auftrag ist, Arne für seine Mutter zu finden. Arne arbeitet auf einer Ölplattform, aber die Gesellschaft gibt vor, nichts über ihn zu wissen.
In der von Arne gemieteten Wohnung hat es einige Tage vor seinem Verschwinden ein Fest gegeben, und Veum findet eine der Teilnehmerinnen als Leiche im Kühlschrank - ohne Kopf. Er versucht herauszufinden, wer die anderen Partyteilnehmer waren. Aber die meisten tauchen nur als Leiche wieder auf.
Eine Begegnung mit dem Spielhöllenbesitzer Ole Johnny bringt Veum in Gefahr. Er muß sein Hotelzimmer verlassen und findet Unterschlupf bei der Edelprostituierten Elsa - und bringt damit auch sie in Gefahr.
Fazit: im kalten und wintertrüben Starvanger brodelt es unter der Oberfläche, und nur wenig ist so, wie es erscheint.

Der November ist ein trostloser Monat. Die Herbststürme fetzen die letzten Blätter von den Bäumen, und die allerletzten Reste des Sommers liegen braun und modernd auf dem Gehsteig und den Straßen. Die Wolken ziehen schwer und tief über die Stadt, und der Regen fällt fast waagrecht in dem starken Wind. ... Selbst am Tage wird der Himmel nie mehr als blaß. Die Sonne gibt keine Wärme mehr, und die Nächte sind lang und schwarz.

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