LeseTipp: David BALDACCI, In letzter Minute.

USA/Thriller/

 David BALDACCI: In letzter Minute. David BALDACCI: In letzter Minute.   Neu 
(King and Maxwell., 2013)
605 S., ISBN: 978-3-404-17309-9
King/Maxwell 6
Köln: Bastei-Lübbe, 2016

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Ein Mann will Rache und Vergeltung
Und er ist bereit, diesem Ziel alles unterzuordnen - Familie, Freunde, den Staat. Er war einmal Soldat. Seine Eltern töteten sich, weil der Vater zum Sündenbock in der geheimen, aber gescheiterten Iran-Contra-Affäre gemacht worden war - ein Trauma, das der Sohn niemals überwunden hat.
Der Soldat Sam Wingo, Angehöriger einer Spezialtruppe, soll afghanischen Rebellen eine Kiste voll Geld - 1 Milliarde Euro - überbringen. Damit soll eine geheime Aktion zum Sturz einer Regierung, wahrscheinlich der iranischen, möglich werden. Doch das Geld wird ihm am Bestimmungsort von einer Gruppe angeblicher CIA-Agenten abgenommen, denen er mit Glück entkommt. Allerdings glaubt man ihm nicht und verfolgt ihn.
Michelle Maxwell fällt in einer abgelegenen Gegend ein Teenager auf, der durch den Regen zu irren scheint. Es handelt sich um Tyler Wingo, dem gerade mitgeteilt wurde. daß sein Vater in Afghanistan gefallen sei. Aber die ganze Geschichte wirkt unglaubwürdig, und als er eine Email seines Vaters nach dessen offiziellen Tod erhält, beauftragt er Sean King und Michelle Maxwell mit den Nachforschungen. Und diese führen schließlich ganz nach oben.
Fazit: Leider ist David Baldacci im bisher letzten Buch mit dem Ermittlerduo King & Maxwell nicht viel eingefallen. Der Plot ist dünn, Rache als zentrales Motiv erscheint nicht besonders tragfähig. Der Aufwand steht letztlich in keinem Verhältnis zum geplanten Ziel. Viel fällt ihm nicht mehr ein zu den beiden Protagonisten, die er scheints auf Eis legen will. Die Geschichte schleppt sich recht uninspiriert dahin und hat zahlreiche kleine, aber störende logische Fehler und Handlungsungenauigkeiten. Spannung kommt erst in den drei letzten Kapiteln auf. Da zeigt Baldacci, daß er es kann.

Und dieses unerlässliche Resultat war, dass jemand für die unrechtmäßige Tat büßen musste, die vor fünfundzwanzig Jahren begangen worden war. Für diese Ungerechtigkeit, die seinen Vater das Leben gekostet hatte. Sein Vater war der Einzige gewesen, der damals einen wirklichen Preis gezahlt hatte. Jetzt war es an der Zeit, dass auch andere das taten. Das war die treibende Kraft in Grants Leben geworden. Ein Ziel war es nicht. Es war eine Besessenheit. Und eine Besessenheit hatte die Neigung, einen blind für alles andere zu machen.

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