LeseTipp: W. G. A. KNOBLOCH, Showdown am Nordkap.

Norwegen/Hurtigruten/Krimi/

 W. G. A. KNOBLOCH: Showdown am Nordkap. Eine Hurtigruten-Affäre. W. G. A. KNOBLOCH: Showdown am Nordkap. Eine Hurtigruten-Affäre.   Neu 
324 S., ISBN: 978-3-8495-7567-0
Hamburg: Tredition, 2014

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Ein Reiseführer mit Roman-Handlung.
W.G.A. Knobloch hat eindeutig schon zahlreiche Hurtigruten-Reisen auf verschiedenen Schiffen unternommen. An dem gesammelten Wissen will er andere teilhaben lassen. Und um nicht einfach noch einen Reiseführer zu schreiben, verpackt er seine Erfahrungen in einen Roman.
Sein Protagonist und alter ego Wieland Schrader trifft in Bergen die junge Studentin Inga, die ebenfalls eine Reise auf der MS Trollfjord gebucht hat. Als völlig unerfahrene Hurtigruten-Reisende schließt sie sich ihm an. Und er erklärt ihr (und uns Lesern) in Bergen und auf der weiteren Reise die Sehenwürdigkeiten, Reisehöhepunkte und das Bordleben.
Am Sechsertisch, an dem sie das Abendessen einnehmen, entsteht bald eine freundschaftliche Atmosphäre zwischen den meist schon älteren Reisetelnehmern, in der jeder eine Begebenheit aus seinem Leben erzählt. Der in der DDR aufgewachsene Wieland, eigentlich ein Zimmermann, erzählt von seinen Erfahrungen auch mit der Stasi - Dinge, die den Westdeutschen eher unbekannt sind.
Über diesen Gesellschaftsroman hinaus gibt es noch eine Krimihandlung mit einem Mord an Bord. Aber sie ist nicht weiter von Bedeutung und sollte wohl einen Spannungsbogen in die Geschichte bringen.
Fazit: Der sehr glatte Roman ohne Ecken und Kanten eignet sich recht gut als Schiffslektüre und bietet Hurtigruten-Neulingen durchaus brauchbare Tipps. Der Handlung hätte etwas weniger "Liebe-Wonne-Waschtrog" (ach wie gut sich doch alle verstehen) nicht geschadet und sie etwas griffiger gemacht. Ein bißchen zu viel heile Welt. Wieland geriert sich auch als Whisky-Kenner und liefert auch hier einige gute Tipps. Ob allerdings Norwegen das geeignete Land zum Whislytrinken ist, sei mal dahingestellt. Aber in mancher gehobenen Bar in New York kostet das Glas auch $ 20 (war allerdings ein sehr guter Bourbon).

»Ja, bei der Polarkreisüberquerung«, bestätigte Wieland, froh etwas zum Thema beitragen zu können. Seitdem Anders Stjernen ständig an Ingas Seite war, kam er kaum noch dazu, sich Inga als Kenner des Landes zu präsentieren. Der Norweger hatte natürlich die umfassenderen Kenntnisse. Er war schließlich hier aufgewachsen und kannte die norwegische Küste aus dem ff. Deswegen hielt Wieland sich absichtlich etwas zurück, stets darauf bedacht, sich nicht gar zu sehr in den Vordergrund zu schieben.

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