LeseTipp: David BALDACCI, Die Verschwörung.

USA/Washington, DC/Thriller/

 David BALDACCI: Die Verschwörung.. David BALDACCI: Die Verschwörung..
(Saving faith., 1999)
447 S., ISBN: 3-7857-2003-3
Köln: Lübbe, 2000

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Dem Land dienen.
Diese Vorstellung scheint in den USA durchaus üblich zu sein, wenn man Militärdienst leistet, bei FBI, CIA oder einer ähnlichen Institution arbeitet. Robert Thornhill, ein stellvertretender CIA-Direktor, ist einer von ihnen. Nur sind seine Vorstellungen, was dienen und für das Land gut ist, nicht unbedingt objektiv. Ihm geht es um die Stärkung der Möglichkeiten der CIA, die ihm zu sehr beschnitten erscheint in Budget und Rechten. Vielleicht nicht ganz zu Unrecht, wenn man verschiedene Aktionen betrachtet. Und es geht ihm um den Kampf gegen das FBI, das seiner Meinung nach zu viele Rechte und Geld hat.
Das FBI untersucht gerade Korruptionsvorwürfe gegen Kongreß-Politiker in Washington, als sich Faith Lockhardt als Zeugin anbietet. Sie weiß über diese Machenschaften als Lobbyisten Bescheid, in die auch ihr Chef und väterlicher Mentor, Danny Buchanan, verwickelt ist. Für die beide will sie Straffreiheit. Die FBI-Agentin Brooke Reynolds ist mit der Untersuchung betraut, aber bei einem Treffen mit Faith wird der begleitende FBI-Agent erschossen, Faith überlebt nur durch Zufall. Lee Adams, ein Privatdetektiv, hat Faith im Auftrag eines ihm unbekannten Klienten beschattet und kann sie retten. Nun sind Thornhills Leute hinter ihnen her, denn die Bestechung von Politikern sollte die Ausschüsse dazu bewegen, der CIA mehr Mittel zur Verfügung zu stellen.
Dem Land dienen und das, was sich vorwiegend ältere weiße Männer darunter vorstellen, muß nicht unbedingt dasselbe sein. Und dem Europäer fehlt hier doch das Verständnis für diese Vorgänge.
Fazit: Nach der Lektüre von Baldacci's Romanen kann man an der amerikanischen Politik und ihren Politikern nur verzweifeln. Und auch bei der Art des Umgangs der Dienste mit ihren Mitarbeitern muß man sich fragen, wieso überhaupt jemand dort arbeitet. Aber dann gibt es, meist auf einer sehr unteren Ebene, doch noch die schwache Flamme von Vertrauen, Loyalität, Freundschaft. Und die Bücher sind einfach verdammt spannend!

»Das macht mich ja so besorgt. Menschen, die sich für echte Patrioten halten, sind nicht selten Fanatiker. Und meiner Meinung nach sind Fanatiker nur einen Schritt vom Wahnsinn entfernt. Dafür hat es in der Geschichte genügend Beispiele gegeben.«

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