LeseTipp: David BALDACCI, Die Jäger.

USA/Virginia/Thriller/

 David BALDACCI: Die Jäger. David BALDACCI: Die Jäger.
(Divine justice., 2008)
493 S., ISBN: 978-3-7857-2420-0
Camel Club 4
Köln: Lübbe, 2011

Bewertung
Bewertung: 4 Sterne

Rezension

Amerikanische Kleinstadt-Idylle.
Oliver Stone hat seine beiden unerbittlichsten Feinde getötet, und nun wird eine gigantische Hetzjagd auf ihn eröffnet und er muß untertauchen. Um seine Freunde vom Camel Club nicht mit hineinzuziehen, verwischt er auch ihnen gegenüber seine Spur.
Eher zufällig - er hat einen jungen Mann gegen drei Schläger verteidigt und trampt nun mit ihm - landet er in Divine, Virginia, einer abgelegenen Kleinstadt. Dort gibt es nur zwei Dinge: eine Kohlemine und ein Hochsicherheitsgefängnis, "Dead Rock" genannt. Im Ort spürt man einen gewissen Wohlstand, obwohl die Minenarbeiter ausgepowert und sediert wirken. Und es gibt einige geheimnisvolle Todesfälle.
Im Auftrag des ehemaligen Dreisternegenerals Macklin Hayes untersucht der Spezialagent Joe Knox die Morde. Bald kommt er zu der Überzeugung, daß nur John Carr alias Oliver Stone der Täter sein kann, und jagt ihn. Im Verlauf dieser Jagd stellt er sich jedoch immer öfter die Frage, warum Hayes Stone so hartnäckig verfolgt und vernichten will. Und seine Einstellung zu Stone ändert sich...
Fazit: Da Oliver Stone diesmal weitgehend alleine handeln muß (und will), spielen die Mitglieder des Camel Club - zu denen auch Harry Flynn gestoßen ist - erst gegen Ende eine Rolle. Sie wollen trotz der eigenen Bedrohung Stone helfen. Daher sollte man die vorhergehenden Romane gelesen haben, um eine nähere Beschreibung von ihnen zu bekommen. Und wie für die anderen Romane gilt auch hier: wenn die geschilderten Vorgänge und Ereignisse nur einen Wahrheitsgehalt von 10% haben, dann gnade Gott den Amerikanern!

Falls Carr die beiden Männer erschossen hatte, musste er dieser Verbrechen überführt und entsprechend bestraft werden. Aber wenn man erst einmal duldete, dass selbstgefällige und hinterhältige Männer wie Hayes die Justiz in die eigene Hand nahmen und ständig Gott spielten, aus allen möglichen und unmöglichen Gründen, dann gute Nacht. Genauso gut könnte man die Säulen der Demokratie niederreißen und einen neuen Stalin ans Ruder lassen. Dann war die alte Union der Vereinigten Staaten am Ende. Und daran mochte Joe Knox nicht die Schuld tragen. Vor zwanzig Jahren hätte er vielleicht anders gedacht, aber nicht heute, nicht jetzt. Man konnte es als seltsam oder ein wenig altmodisch betrachten, aber heutzutage glaubte er stärker an die Prinzipien, die Amerika zu Amerika gemacht hatten, als zu Anfang seiner Laufbahn.
[...]
Es hatte vielmehr mit Gerechtigkeit zu tun, einem Grundwert, den Knox noch nicht völlig vergessen hatte, selbst wenn seine Bosse davon anscheinend nichts mehr wussten.

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