LeseTipp: David BALDACCI, Die Sammler.

Politthriller / Las Vegas

 David BALDACCI: Die Sammler. David BALDACCI: Die Sammler.   Neu 
(The collectors., 2006)
496 S., ISBN: 978-3-7857-2354-8
Camel Club 2
Köln: Lübbe, 2008

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Büchersammler leben gefährlich.
Der Sprecher des Repräsentantenhauses wird bei einem Attentat getötet, fast gleichzeitig fliegt sein Wohnhaus in die Luft. Und kurze Zeit später kommt ein leitender Mitarbeiter der Kongreßbibliothek unter ungeklärten Umständen ums Leben. Er war der Vorgesetzte von Caleb Shaw, und da er eine Sammlung seltener Bücher hatte, wird Shaw als Nachlassverwalter für die Büchersammlung eingesetzt.
Oliver Stone, der Hauptprotagonist des Camel Club, glaubt nicht an einen natürlichen Tod des Bibliothekars, sondern vermutet einen Zusammenhang mit dem Tod des Sprechers. Dieser hatte eine Antikorruptions-Kampagne im Zusammenhang mit Militäraufträgen gestartet. Und ein Nachbar des Bibliothekars war ein Waffenlieferant. Hatte der Bibliothekar etwas gesehen, was er nicht hätte sehen sollen?
In der Parallelhandlung geht es um einen Kasinobesitzer in Atlantic City. Annabelle möchte ihre Eltern rächen, die der Kasinobesitzer getötet hatte. Ihr Vater war ein Kasinobetrüger, und Annabelle hat alles von ihm gelernt. So gelingt es ihr, den Kasinobesitzer im 40 Millionen Dollar zu erleichtern. Sie ist aber auch die Exfrau des Bibliothekars und hat großes Interesse an den Umständen seines Todes.
Und dann gibt es noch einen ehemaligen CIA-Aussendienstagenten und Killer, der nun Innendienst macht und in großem Stil militärische Geheimnisse verkauft. Ihm könnten die Toten in die Quere gekommen sein.
Fazit: Der Camel Club und seine Mitglieder stehen etwas im Hintergrund und sind nur blaß gezeichnet. Die zweite Handlungsebene um den Kasinobetrug nimmt fast mehr Raum ein - und bleibt am Ende offen. Der Spannungsbogen ist meist nur schwach, über viele Seiten plätschert die Handlung mehr so dahin. Kurzum: die Qualität des Vorgängers "Die Wächter" wird nicht erreicht.

In Wahrheit wussten sie nicht die Hälfte, und noch weniger Ahnung hatten die kurzsichtigen Politiker auf dem Capitol Hill. Aber einige schwerreiche Amerikahasser, die 7000 Kilometer entfernt und um mindestens acht Jahrhunderte in der Vergangenheit lebten, waren bereit, Millionen zu blechen, um alles darüber in Erfahrung zu bringen. Und es war Geld, jawohl, Geld, das die Welt regierte, und es zahlte sich aus, auf Patriotismus zu scheißen. Patrioten verdienten sich zum Lohn für ihre Mühe bloß eine dreimal gefaltete Flagge, wie Seagraves es sah. Das große Problem dabei war, dass man tot sein musste, um in diesen Genuss zu gelangen.

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