LeseTipp: Andrea CAMILLERI, Das Lächeln der Signorina.

Montalbano/Sizilien/Krimi/

 Andrea CAMILLERI: Das Lächeln der Signorina. Commissario Montalbano lässt sich blenden. Andrea CAMILLERI: Das Lächeln der Signorina. Commissario Montalbano lässt sich blenden.   Neu 
( Il sorriso di Angelica., 2010)
250 S., ISBN: 978-3-7857-2544-3
Commissario Montalbano 17
Köln: Bastei-Lübbe, 2015

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Noch einmal jung.
Bei den Ermittlungen zu einer Einbruchsserie in Vigàta trifft Commissario Montalbano auf die junge Angelica Cosulich, eines der Opfer. Sie erinnert ihn an die Heldin im Epos Der rasende Roland von Aristos, die die Träume seiner Jugend versüßte. Und er lässt sich von ihr einwickeln.
Die Einbrüche laufen immer nach demselben Schema ab, die Bestohlenen stammen aus einem etwa 18 Personen umfassenden Bekanntenkreis. Schließlich kristallisieren sich vier potentielle Opfer heraus, und Montalbano kann damit einen Einbruchsversuch verhindern. Der Kopf der Einbrecherbande scheint mit ihm zu spielen. Und es geht ihm nicht um die Beute - aber um was dann?
Fazit: Bei Camilleris 17. Montalbano-Krimi bleibt der Eindruck, daß er teilweise aus Textbausteinen früherer Romane gefertigt wurde. Zu bekannt sind mittlerweile die Vorlieben und Abneigungen, die Verhaltensweisen des Commissario und sein Umfeld: die Haushälterin, das Personal des Kommissariats in Vigàta, die Konflikte mit seinem Vorgesetzten, dem Quästor. Der Unterschied liegt eher darin, wer aktuell auftritt und wer nicht. Auch die Beziehung zur Dauerfreundin Livia verläuft auf der gewohnten Berg- und Talbahn.
So plätschert der Krimi vor sich hin und gewinnt erst gegen Ende ein bißchen Fahrt. Irgendwie muß man sich fragen, warum man diese Montalbano-Krimis überhaupt noch lesen soll - und kann doch nicht von ihnen lassen.

Erst nach einer guten Stunde hatte er Staatsanwalt Tommaseo davon überzeugt, die drei Telefone abhören zu lassen. Beim Thema Telefonüberwachung gingen die Staatsanwälte in die Defensive und rollten sich zusammen wie Igel. Wenn sich nämlich herausstellte, dass ein Räuber, Dealer oder Zuhälter der gute Freund eines Abgeordneten war, hatte der arme Staatsanwalt nichts zu lachen. Aus diesem Grund wollte die Regierung ein Gesetz verabschieden, das die Telefonüberwachung grundsätzlich verbot. Allerdings hatte sie es zum Glück bisher noch nicht geschafft.

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