LeseTipp: Gert NYGÅRDSHAUG, Der Honigkrug.

Frankreich / Krimi

 Gert NYGÅRDSHAUG: Der Honigkrug. Gert NYGÅRDSHAUG: Der Honigkrug.
(Honnigkrukken., 1993)
, ISBN: 978-3-492-25258-4
München: Piper, 2008

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Wein und alte Kulturen.
Fredric Drum führt mit zwei Partnern ein kleines, aber feines Restaurant in Oslo. Um das Weinangebot dem Standard des Restaurants anzupassen, fährt er nach Frankreich in die Médoc-Region, um Weine zu kosten und zu kaufen. In dem kleinen Dorf St. Emilion wird er in mehrere Unfälle verwickelt und hat bald das Gefühl, daß man ihm nach dem Leben trachtet. Sieben Einwohner aus der Umgebung sind spurlos verschwunden, die Polizei steht vor einem Rätsel.
Auch Drum hat zunächst keine Idee, warum man ausgerechnet ihn töten will. Er kennt niemanden im Ort. Aber nicht nur die Bewohner, auch die Fachwelt ist in Aufruhr: ein anonymer Winzer hat einen Wein mit 18% Alkoholgehalt zur Prüfung eingereicht. Aber es ist kein normaler Alkohol, sondern Delcyhol, ein Stoff, der zu Hirschäden führen kann.
Bei der Entzifferung eines Textes über die Minos-Kultur erkennt er schließlich die Zusammenhänge zwischen dem Delcyhol, den verschwundenen Personen und den Anschlägen auf ihn.
Fazit: Fredric Drum interessiert sich für Wein und alte Schriften, die bisher nicht oder nicht richtig entziffert wurden. Für einen analytisch denkenden Menschen handelt er aber zeitweise sehr emotional und unvernünftig. So hakt der Roman zeitweise bei der Ablauflogik. Dafür bietet er eine Einführung in die unterschiedlichen Grand-Cru-Klassen und die Chateaus des Médoc.

Er schloss die Augen. Die Hand. Was für ein raffiniertes und bösartiges Gehirn musste das hier ersonnen haben! Wenn er gestochen würde und stürbe, würde es wieder wie ein Unfall aussehen: Einige Hornissen hatten sich in sein Zimmer verirrt und ihn gestochen. Die Polizei würde die Wespen wohl kaum mit dem Päckchen und dem Milchkarton in Verbindung bringen. Und was für psychologische Mittel Die Hand einsetzte! Erst hatte sie ihm so viel Angst eingejagt, dass er in seinem Zimmer blieb. Fredric musste jetzt zugeben, dass der Trick mit der Fratze funktioniert hatte. Dann hatte man auf seine Neugier gezählt, die dazu führen musste, dass er das Päckchen öffnen würde.

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