LeseTipp: Kjell Ola DAHL, Blutfeinde.

Norwegen/Krimi/

 Kjell Ola DAHL: Blutfeinde. Kjell Ola DAHL: Blutfeinde.
(Svart engel., 2007)
399 S, ISBN: 978-3-431-03774-6
Gunnarstranda/Frølich 6
Bergisch-Gladbach: Ehrenwirth, 2009

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Keiner mag Gunnarstranda.
Der Polizist Ivar Killi wird nach einem Tumult vor einem Lokal in der Osloer Innenstadt erschossen auf einer Bank aufgefunden. Grunnarstranda hatte ihn wegen brutalen Vorgehens bei der Disziplinarkommission angezeigt, und nun soll er in dem Fall ermitteln. Doch die Kollegen boykotieren ihn und die Ermittlungen, Beweisstücke verschwinden. Schließlich mischt sich die Kriminalpolizei mit Vibeke Starum ein, Gunnarstranda wird der Fall entzogen und er der Vermißtenabteilung zugeteilt.
Dort ist inzwischen sein früherer Untergebener Frølich Chef. Der ist wenig begeistert, wieder mit Gunnarstranda arbeiten zu müssen, auch wenn sich die Positionen scheinbar verschoben haben. Frølich sucht nach einem Anwalt, der seit zwei Wochen ohne Spur verschwunden ist. Schließlich ergibt sich über die Psychologin Maria Hoff, bei der der Anwalt in Behandlung war, eine Spur und ein Zusammenhang mit dem ermordeten Polizisten. Und schließlich darf auch Gunnarstranda wieder in dem Fall ermitteln - alles ist fast wieder so wie immer.
Fazit: Kjell Ola Dahl hat eine Schwäche für Verwirrspiele mit dem Leser, und auch hier ist die Handlung nicht ganz klar und eindeutig zu verfolgen. Der widerspenstige und wenig anpassungswillige und -fähige Kommissar Gunnerstranda erinnert zeitweilig an Nesbøs Harry Hole, auch das Umfeld im Dezernat für Gewaltverbrechen ist sehr ähnlich. On die Beiden wohl einander kennen?

Als Gunnarstranda Killi angezeigt hatte, war ihm klar gewesen, dass es Arger geben würde. Trotzdem hatte er nicht gezögert, diesen Ärger auszulösen. Er war nicht auf soziale Akzeptanz angewiesen, um seine Arbeit machen zu können. Dafür war er zu alt. Außerdem fühlte er sich in einem Kollegium, in dem man nach Feierabend entweder zusammen trank und tratschte oder sich über intimere Beziehungen ausließ, sowieso fehl am Platze. ... Wenn etwas passierte, dann zog man die Konsequenzen daraus. Killi anzuzeigen war für ihn eine ganz natürliche Entscheidung gewesen. Man warf nicht einfach seine Werte über Bord, nur um einen Kollegen zu decken.

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