LeseTipp: Miles BARTH [Hrsg.], Weegee’s world.

Weegee/Monografie/

 Miles BARTH [Hrsg.]: Weegee’s world. Miles BARTH [Hrsg.]: Weegee’s world.
(zuerst 1997), 262 S., ISBN: 0-8212-2649-5
London: Little Brown, 2000

Bewertung
Bewertung: 5 Sterne

Rezension

Die beiden Essays der Monografie beleuchten das Umfeld und die Welt, die die komplexe Persönlichkeit Weeges geformt und Stil und Inhalt seiner Bilder bestimmt hat.
Miles Barth ("Weegee's World") zeigt die Person Arthur Fellig hinter der Marke "Weegee": ein geselliger, hilfsbereiter, offener Mensch, der gerne mit Freunden plauderte und immer bereit war, anderen Geld zu leihen - wenn er selbst welches hatte. Nach heutigen Begriffen war er ein genialer Netzwerker. Obwohl kein offizieller Polizeifotograf war er bei den Verbrechen, Unfällen usw. immer vorne dabei; obgleich Journalist bei keiner Zeitung durfte als einziger Fotograf ein Polizeifunkgerät in seinem Wagen installieren. Er war hart in und bei der Arbeit, aber er liebte sein New York und seine Menschen, so daß zu seinem Werk viele einfühlsame Fotos gehören.
Alain Bergala ("Weegee and Film Noir") befasst sich mit Weegees Interesse für Film, de er immer als eine Erweiterung der fotografischen Möglichkeiten sah. Weegee war in den Film Noir "The Naked City" eingebunden, seine Fotografien setzte der Regisseur Mark Hellinger in semi-dokumentarische Szenen am Originalschauplatz New York um. Der Film Noir, Nachfolger des Gangsterfilms der 1930er-Jahre, getragen von den zahlreichen Flüchtlingen der Naziherrschaft, war das Genre der 1940er. Weegees Rolle darin entspricht in etwa der des Privatdetektivs in den Romanen von Raymond Chandler: nirgends offiziell, kein Mitglied der Upper-Class, immer beobachtend und entlarvend.

Up until the end of his life, Weegee's thoughts on photography remained constant. Photography was something of a game, a racket, a tool that one could exploit.In Weegee's case he used it to document what was around him, always believing that his photographs would have broad appeal, and treating his subject matter fairly. Weegee made the average New Yorker a star in his images, on a par with the society dames and the "swells". He held a mirror up to New York and revealed a city that was provocative and gripping, while at the same time managing to capture the City's heart. [Miles Barth, "Weegee's World"]

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