LeseTipp: Anne HOLT, Gotteszahl.

Norwegen/Anne Holt/Krimi/

 Anne HOLT: Gotteszahl. Anne HOLT: Gotteszahl.
(Pengemannen., 2009)
463 S, ISBN: 978-3-492-27361-9
SP 27361
München: Piper, 2012

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Die Bischöfin Eva Karin Lysgaard wird am Heiligen Abend in Bergen erstochen. Ein Stricher wird als fast unkenntliche Leiche aus dem Oslofjord gezogen, ein anderer in einem übel beleumundeten Park erschlagen. Ein Künstler stirbt scheinbar an einer Überdosis Heroin, doch auch hier war es Mord. Eine Dokumentarfilmerin wollte ihre Tante in Australien besuchen, verließ aber Norwegen niemals.
Aber die Fälle scheinen nichts gemein zu haben, die Opfer standen in keiner Beziehung zueinander. Inger Johanne (wieder ziemlich nervig und hysterisch) glaubt einen Zusammenhang in den Morddaten zu erkennen - die Quersumme ist 25. Eine amerikanische Freundin aus frühen Tage hat ihr von einer Organisation erzählt, einem Zusammenschluß von Moslems und Christen, die sich die 25er nennen. Diese verfolgen und töten aus Glaubensgründen Homosexuelle und Lesben - und bis auf die Bischöfin sind das alle Opfer. Sollten diese jetzt auch in Norwegen ihr Unwesen treiben?
Wohltuend erst zum Schluß liefert Anne Holt die Innensicht der Täter und ihre Beweggründe. Das bleibt, wie schon in Was niemals geschah, eher schwach. Und auch die Erweckung der Bischöfin ist bestenfalls kitschig.
Fazit: trotz dieser Schwächen ist der Autorin hier ein solider und spannender Krimi gelungen, in dem sie zu ihren Stärken und dem bekannten Personal zurückkehrt.

Da sie im zweiten Stock wohnte und mit dem Kopf und linker Schulter voran auf den Asphalt aufprallte, war sie sofort tot. Weil sich im Haus gegenüber gerade ein Mann aus dem Fenster lehnte und rauchte, wurde die Polizei umgehend verständigt. Und da der Mann ihren Namen nennen konnte, während Trudes Wohnung von innen mit einer Sicherheitskette verschlossen war, gab es niemals einen Grund, in dieser Sache weiter nachzuforschen. Ein Unfall eben. Wie das so geht.
Am 31. Dezember 2008, anderthalb Stunden ehe ein neues Jahr begrüßt wurde, gab es auf der ganzen Welt keinen einzigen Menschen mehr, der einen Gedanken an Runar Hansen senden könnte. ... Nach dem Tod seiner Schwester war er nicht einmal mehr eine zugedröhnte Erinnerung.

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