LeseTipp: Gunnar STAALESEN, Das Haus mit der grünen Tür.

Norwegen/Krimi/

 Gunnar STAALESEN: Das Haus mit der grünen Tür. Gunnar STAALESEN: Das Haus mit der grünen Tür.
(Bukken til havresekken., 1977)
254 S, ISBN: 3-442-45008-X
btb 45008
München: btb Verlag, 2001

Bewertung
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Varg Veum, vormals in der Jugendarbeit tätig, schlägt sich nun als Bergens einziger Privatdetektiv durchs Leben. Die Geschäfte laufen nicht besonders gut. Trotzdem lehnt er den Auftrag von Anwalt William Moberg, seine Frau zu überwachen, ab - Scheidungssachen macht er nicht. Dann bekommt er von einem anderen Mann den Auftrag, dessen Schwester zu suchen. Leicht verdientes Geld, wie Veum glaubt, denn Mobergs Frau und die Schwester sind eine Person.
Trotzdem beobachtet er die Frau eine Weile und stellt einige Eigentümlichkeiten fest. Und es gibt ein Haus mit einer grünen Tür, hinter der sich ein Bordell verbirgt, dessen Besitzer ebenfalls eine Rolle in der Sache spielen. Dann wird die Frau ermordet, der Auftraggeber agierte unter falschem Namen. Veum erkennt, daß er in der Angelegenheit eine bestimmte Rolle spielt - aber er begreift nicht, welche Rolle.
Fazit: dieser sehr frühe Krimi von Gunnar Staalesen steht noch stark in der Tradition eines Philip Marlowe: zynisch und einsam - ein einsamer Wolf (Varg bedeutet übersetzt Wolf). Und immer wiederkehrende Themen werden angerissen: junge Mädchen - Drogen - Prostitution.

Dann schloß er die Tür wieder vor meiner Nase, und ich stand da und sah über Store Lungegårdavann. Die Boote waren für den Winter an Land gekrochen, und unten beim Florida-Krankenhaus führte eine große, breite Straße ins Wasser. Das sollte die neue Nygårdsbrücke werden, das Bindeglied zwischen dem Verkehrsknotenpunkt Danmarksplass und dem kompakten Verkehrschaos beim Busterminal. Es würde ein Brücke zwischen Extremen werden, zwischen wohlregulierter Zukunft und widerstreitender Vergangenheit: eine Kollision zwischen zwei Epochen, und keine schöne.

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