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Mecklenburg-Vorpommern:
Doberaner Münster - Klosteranlage

Die Klosteranlage rund um das Münster zeugt mit ihren Bauten und baulichen Resten von der Bedeutung des ehemaligen Zisterzienserklosters. Sehenswert sind das Beinhaus, die Wolfsscheune, das Amtshaus, das Wirtschaftshaus, das Kornhaus, die Tore und die Klostermauer.

Bad Doberan, Münster,
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Klosteranlage
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Das fast zwei Quadratkilometer große Klostergelände ist von einer 1283-90 errichteten Backsteinmauer eingefasst. Der nördliche Bereich ist seit 1793 ein Landschaftspark, geprägt von Bachläufen, Teichen und alten Bäumen. Dieser Park wurde vom Ludwigsluster Hofgärtner Johann Friedrich Schweer als Englischer Garten gestaltet.
Von den Klausurbauten, den Schlaf-, Aufenthalts- und Arbeitsräumen sowie dem Kreuzgang ist außer einem Mauerrest links vom heutigen Haupteingang des Münsters nichts mehr erhalten.

Sehenswertes - Klosteranlage

Das Beinhaus

Das Beinhaus, ein Kleinod der Backsteingotik, wurde um 1250 im Stil der frühen Gotik errichtet. Die Ornamentik aus glasierten und unglasierten Steinen an der Außenseite zeigt noch einen spätromanischen Einfluss.

Bad Doberan, Münster, Beinhaus
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Beinhaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Der achtseitige schlanke Backsteinbau steht an der Nord-Ost-Seite der Kirche. Der auch Michaelskapelle genannte Karner diente mit seiner Krypta bis zur Reformation 1552 zur Aufbewahrung der Gebeine verstorbener Brüder, die bei Neubelegung ihrer Gräber hier die letzte Ruhestätte fanden.

Die Wolfsscheune

Die sogenannte Wolfsscheune befindet sich in der Nähe des Nordtores und wurde um 1280/90 als zweigeschossiger Backsteinbau errichtet. Sie diente vermutlich als Hospiz oder Herberge. Nur die nördliche Seitenwand sowie Teile des Ost- und des Westgiebels sind erhalten. Beide Giebel sind durch Spitz- und Segmentbögen gegliedert.

Bad Doberan, Münster, Wolfsscheune
Bad Doberan, Juni 2013
Klosteranlage: Wolfsscheune
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Das Amtshaus

Das sogenannte Amtshaus wurde 1793-1801 von Johann Christoph Heinrich von Seydewitz (1748-1824) als Jagdschloss des Herzogs erbaut. Später diente es der herzoglichen Amtsverwaltung. Es ist auf den Fundamenten des Gästehauses des Klosters errichtet. Der eingeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalm-Mansardendach ist auf der Nordseite mit einem Dreiecksgiebel gekrönt. Das Amtshaus gehört in die Reihe der Bad Doberan prägenden, etwa ab 1800 errichteten Gebäude, als der Ort mit Heiligendamm Sommerresidenz des mecklenburgischen Fürstenhauses wurde.

Bad Doberan, Münster, Amtshaus
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Klosteranlage: Amtshaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Derzeit wird versucht, das Gebäude vor dem Verfall zu retten. Es soll als „Haus der Begegnung, Bildung und Kultur” genutzt werden.

Das Wirtschaftshaus

Das Wirtschaftshaus, eines der wichtigsten Bauwerke des Klosters, wurde um 1280 errichtet. Es war ca. 40 Meter lang und hatte ein mächtiges Satteldach. In diesem Gebäude waren Vorratsräume, eine Mälzerei, eine Bäckerei und Brennerei (Brauerei) untergebracht. In einem westlichen Anbau arbeitete eine Wassermühle.

Bad Doberan, Münster, Wirtschaftshaus
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Klosteranlage: Wirtschaftshaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Seit einer Brandstiftung 1979 ist der Bau im nördlichen Bereich eine offene Ruine. Ein Notdach schützt den Südbereich.

Das Kornhaus

Das Kornhaus wurde um 1270/80 als dreigeschossiger Backsteinbau für Speicherzwecke errichtet und hatte ursprünglich sechs Speicherebenen. Im 17. Jahrhundert wurde das Gebäude im Ostteil verkürzt. Aus dieser Zeit stammt der ungegliederte Ostgiebel.

Bad Doberan, Münster, Kornhaus
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Klosteranlage: Kornhaus
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Im 19. Jahrhundert wurde das Kornhaus zu einem zweigeschossigen Schulhaus umgestaltet. Heute ist es eine Jugend- und Freizeitstätte.

Die Tore

Vier Tore ermöglichten den Zugang zum Klostergelände. Das Westtor mit Pförtnerhaus und ehemaliger Torkapelle hat eine breitere Durchfahrt und einen schmalen Durchgang. Es war der Haupteingang zum Kloster. Der untere Teil des Tores entstand Mitte des 13. Jahrhunderts, der obere Teil mit den Fensterschlitzen im 15. Jahrhundert.

Bad Doberan, Münster,
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Klosteranlage: Westtor
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

Neben dem Westtor gibt es noch das Kammertor im Norden, das Wirtschaftstor im Süden und die breite Ostzufahrt von 1795.

Die Klostermauer

Die rund 1400 Meter lange Klostermauer wurde von 1283-90 in einem Zug errichtet. Die durchschnittlich 2,5 Meter hohe Mauer ist fast vollständig erhalten. Für den Bau waren rund 1,2 Millionen Backsteine erforderlich.

Bad Doberan, Münster, Klostermauer
Bad Doberan, Münster, Juni 2013
Klosteranlage: Klostermauer am Westtor
Foto © Walter Reinthaler/www.bilderreisen.at (cc)

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