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Ausstellung: Gamsbart & Goldhaube. Atelierfotografie aus dem Salzkammergut, Bad Ischl
Gamsbart & Goldhaube, Bad Ischl

Gamsbart & Goldhaube. Atelierfotografie aus dem Salzkammergut
Photomuseum Bad Ischl
Jainzen 1, 4820 Bad Ischl, Tel. +43 (0)6132-24422
[22. April 2012 bis 31. Oktober 2012] | beendetWebseite Ausstellung
Webseite Museum
Themenkontext: Reisefotografie, Landschaftsfotografie[Die Bilder wurden mit Beendigung der Ausstellung aus copyright-Gründen entfernt]
Die Beliebheit des Salzkammerguts als Urlaubregion brachte eine vermehrte Nachfrage nach Erinnerungsbildern
Sonderausstellung „Gamsbart & Goldhaube: Atelierfotografie aus dem Salzkammergut”
Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelte sich das Salzkammergut mit seiner gebirgigen Seenlandschaft immer mehr zur beliebten Urlaubsregion. Besonders die alljährliche Sommerfrische Kaiser Franz Josefs in Bad Ischl lockte neben dem Adel auch viele Erholungssuchende in das geschätzte Gebiet.
Den gesteigerten Bedarf an Erinnerungsbildern, sowohl idyllischer Landschaftsansichten aber auch Porträts der Reisenden, deckten die hiesigen Fotoateliers ab. Die ersten Fotostudios waren temporäre Sommerfilialen. Diese wurden parallel zu den Hauptgeschäften, die sich häufig in Wien befanden, in ländlichen Regionen eingerichtet. Nach und nach folgten auch in kleineren Orten wie Hallstatt (Hans Kinder) oder Bad Goisern (Alois Elssenwenger) fixe Niederlassungen. Für die Porträts der städtischen Touristen hielten die Fotografen eine typisch provinzielle Ausstattung wie Dirndlkleid, Trachtenanzug oder Jagdausrüstung im Studio bereit. Auch die gemalten Hintergründe unterschieden sich zu städtischen Pendants, da sie häufig die ländliche Idylle in Form von Gebirgsund Seelandschaften widerspiegelten. So konnten Kunden des Ateliers Carl Jagerspacher in Gmunden beispielsweise in einem echten Boot vor gemalter Traunseekulisse posieren.
- Hans Kinder, Gruppenporträt in Hallstatt, um 1915,
Silbergelatine (12,5 x 8,5 cm), Sammlung Frank, Reprofotos: Ernst Grilnberger,
Foto © OÖ. Landesmuseen

Neben dem individuellen Foto als beliebtes Andenken wollte man außerdem gelungene Ansichten der besuchten Orte mit nach Hause nehmen. Bald entstanden eigene Landschaftsverlage wie jener von Erich Bährendt in Bad Ischl, der Aufnahmen des Salzkammerguts in Form von Postkarten verbreitete. Österreichweit hingegen wirkten die Fotografen Baldi & Würthle aus Salzburg, die sich mit gefälligen Landschaftsdarstellungen einen Namen gemacht hatten.
- Anton Sulzberger, Porträt eines Mannes als Jäger, Gmunden, um 1870,
Albumin, Carte-de-Visite, Sammlung Frank; Reprofoto: Ernst Grilnberger,
Foto © OÖ. Landesmuseen

Anhand historischer Exponate aus der Sammlung Frank vermittelt die Ausstellung „Gamsbart & Goldhaube” im Photomuseum Bad Ischl einen Einblick in typische Repräsentations- und Gestaltungsmodi ländlicher Studio- und Landschaftsfotografie.
Kuratorin: Jasmin Haselsteiner-Scharner
Vertreten sind Aufnahmen folgender Fotografen/Ateliers: Egon Back; Erich Bährendt, Bad Ischl; Johann Bauer, Salzkammergut; Michael Böcklinger, Mondsee; Alois Eisenwenger, Goisern; Friedrich Hochreiter, Windischgarsten; Karl Jagerspacher, Gmunden; Rosa Jenik, Bad Ischl/Wien; Franz Kahowez, Kammer; Hans Kinder, Hallstatt; Franz Kohaut, Mondsee; Ignaz Kunz, Gmunden; Wilhelm Lehmann, Gmunden; Josef Mayer, Bad Goisern; Franz Schartinger, Hallstatt; Anton Sulzberger, Gmunden; Würthle & Sohn, Salzburg; Würthle & Spinnhirn, Salzburg; Ludwig Zeitlinger, Molln.
Dauerausstellung „Frischer Wind! Neueröffnung des Photomuseums”
- Außenansicht des Photomuseums der Oberösterreichischen Landesmuseen im Teehaus der Kaiserin Elisabeth.
Foto © Oberösterreichische Landesmuseen, Ernst Grilnberger

Zum Saisonauftakt 2012 wird das Photomuseum der Oberösterreichischen Landesmuseen mit einer neu konzipierten Dauerausstellung eröffnet. Präsentiert werden Highlights aus der Sammlung Frank, die einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte der analogen Fotografie von der Frühzeit bis ins 20. Jahrhundert vermitteln. Historische Kamera- und Bildobjekte erzählen spannende Geschichten, etwa zum Porträtbedürfnis des Bürgertums Mitte des 19. Jahrhunderts, zur Berufsfotografie und Kameraindustrie in Österreich, zur Kunst- und Knipserfotografie um die Jahrhundertwende oder zur Entwicklung der Fotografie im Sommerfrische-Kurort Bad Ischl. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Themenbereich „Kaiserin Elisabeth und die Fotografie”.
Das Photomuseum Bad Ischl ist in besonderer Weise mit der Sammlerpersönlichkeit Hans Frank (1908-1987) verbunden. Von hier gingen Anfang der 1980er Jahre erste wichtige Impulse zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der Fotografie in Österreich aus. Als einer der ersten im deutschsprachigen Raum hat der Fotograf und Fotohistoriker Hans Frank eine kulturhistorisch bedeutende Sammlung zur Geschichte der Fotografie zusammengetragen.
Kuratorische Leitung: Gabriele Hofer-Hagenauer
Kuratoren: Ulla Fischer-Westhauser, Jasmin Haselsteiner-Scharner, Martin Reinhart

